Dies kündigte der Bürgermeister der Gemeinde Lohsa, Udo Witschas, auf einer Einwohnerversammlung in Groß Särchen an. Derzeit, so Witschas, gebe es für die beiden Orte, die erst seit Jahresbeginn zur Gemeinde Lohsa gehören, keine Abwasserbeseitigungskonzeption. Dieses Versäumnis der früheren Gemeinde Knappensee solle nun so schnell wie möglich wettgemacht werden, um den Bürgern Sicherheit über die künftige Entwicklung zu gewährleisten.
Dazu müsse zunächst eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation erfolgen.
Grundsätzlich gelte, so Udo Witschas, dass für zentral gelegene Orte mit hoher Bevölkerungsdichte am ehesten eine zentrale Abwasserentsorgung in Frage komme. Diese habe man beispielsweise für Weißkollm festgelegt, wo das entsprechende Konzept bis 2015 umgesetzt werden soll. „Die Konzeption legt genau fest, welche Straßen bis wann zu erschließen sind“ , erläuterte der Bürgermeister. Dadurch könnten die Bürger selbst entscheiden, ob es sich noch lohne, in die vorhandenen Entsorgungsanlagen zu investieren. In Ortschaften wie Lippen hingegen wolle man die dezentrale Entsorgung beibehalten, da der Investitionsaufwand für die Erschließung viel zu hoch sei.
Diese Sicherheit, so Udo Witschas, werden die Bürger von Groß Särchen und Koblenz allerdings erst nach dem Vorliegen der Abwasserkonzeption für ihre Ortsteile erlangen. „Bis dahin haben wir hier eine schwierige Situation“ , räumte er ein. Es sei kaum möglich, Investitionen in private Kläranlagen zu befürworten, wenn man nicht wisse, ob und wann die entsprechende Straße an eine zentrale Anlage angeschlossen wird und somit dem Anschlusszwang unterliegt. Gleichzeitig versicherte der Bürgermeister, dass in jedem Fall der Variante der Vorzug gegeben werde, die mit der geringsten finanziellen Belastung für die Bürger verbunden ist. (um)