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Abschied: Ruhland sieht vor allem das Erreichte in seiner Amtszeit

Hellfried Ruhland.
Hellfried Ruhland. FOTO: ang1
Lauta. Für Hellfried Ruhland heißt es langsam Abschied nehmen. Nach 14 Jahren wird er den Chefsessel im Rathaus räumen. Anja Guhlan/ang1

Entsprechend durchwachsen ist seine Stimmung. Bei der Bürgermeisterwahl vor gut einem Monat konnte sich der amtierende Bürgermeister mit 40,3 Prozent der abgegebenen Stimmen nicht durchsetzen. Die Mehrheit der Wähler habe eine Veränderung gewollt, so Ruhland. "Das ist nach wie vor zu respektieren."

Die Bürgermeisterzeit will er, auch wenn es nicht immer leicht war, in guter Erinnerung behalten. "Ich habe viele aufrichtige Menschen kennenlernen dürfen, die mich begleitet und mit denen wir gemeinsame Projekte umgesetzt haben." Die Bilanz seines Amtes bewertet er insgesamt als positiv: "Es wurde in den vergangenen 14 Jahren Einiges für die Stadt Lauta erreicht, auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten", sagt er und fügt hinzu: "Es galt immer der Grundsatz mit den finanziellen Möglichkeiten und den Ressourcen der Stadt sorgsam umzugehen. Das heißt auf der einen Seite die Verschuldung zu senken, trotzdem in gebotenem Maße zu investieren und auf der anderen Seite die Belastungen für die Bürger in einem zumutbaren Rahmen zu halten. Ich denke, dass das gelungen ist und Lauta finanziell immer handlungsfähig gewesen ist."

Am 4. Mai wird Hellfried Ruhland nun seinem Nachfolger den Staffelstab übergeben. "Herrn Lehmann übergebe ich eine gut aufgestellte Verwaltung mit engagierten Mitarbeitern. Die Herausforderung für Herrn Lehmann ist, sein eigenes Wahlprogramm umzusetzen und gegebene Versprechen einzulösen", sagt Ruhland.

Wie es für ihn selbst beruflich weiter geht, da hat Ruhland nach eigenen Angaben noch keinen konkreten Plan. Naheliegend ist laut Ruhland die Wiederaufnahme einer Tätigkeit als Sachverständiger und Vermittler im Grundstücksverkehr. "Aber da ist noch nichts entschieden", betont er. Auf jeden Fall werde er das ehrenamtliche Mandat im Kreistag Bautzen weiterführen und sich dementsprechend in der Entwicklung des Landkreises einbringen. Außerdem gebe es Dinge, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind. Diese nachzuholen, das werde jetzt erst einmal Vorrang haben, so Ruhland.