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ABM-Zoff am Knappensee

Knappensee.. Sie sind heiß begeht, die ABM-Kräfte, die seit Anfang August am Knappensee die Infrastruktur verbessern sollen. So heiß, dass es am Mittwoch bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates fast zum Streit gekommen wäre. Christiane Klein

Denn die ABM läuft ein ganzes Jahr und damit auch dann noch, wenn die drei Knappensee-Dörfer keine Einheit mehr sind. Nach der Auflösung der Einheitsgemeinde würden die ABM-Kräfte nach Lohsa übergehen, weil sie den größeren Anteil der Knappensee-Gemeinde-Fläche erhält. Das fanden speziell die Räte aus Wartha ungerecht. „Die ABM-Kräfte sollten jetzt ausschließlich in Wartha eingesetzt werden“ , forderte Günter Noack. Und Ingo Engemann schlug vor, dass die Helfer wenigstens noch bis Januar - also die Hälfte der ABM-Laufzeit - in Wartha weiterarbeiten, „damit das gerecht verteilt ist“ . Doch das geht nicht, erklärte Michael Schweinert. „Wir können die ABM nicht splitten, weil Wartha dann zum Landkreis Baut zen gehört“ , begründete der Beauftragte. Auch ein Abbruch der Maßnahme zum Ende des Jahres sei nicht sinnvoll, „weil wir sonst die Fördermittel dafür zurückzahlen müssen“ , erläuterte Michael Schweinert das Problem. Die Einwände der Warthaer Räte wies der Gemeindechef zurück. „Königswartha hat schließlich auch ABM-Kräfte“ , betonte Schweinert. Gemeinderat Hans-Jürgen Kracht entschärfte die Sache schließlich und erklärte, dass es ja nicht nötig sei, dass „nun alles in Wartha gemacht werden müsse. Aber ein bisschen was wäre schon nicht schlecht.“ Schließlich war auch Michael Schweinert kompromissbereit und wandte ein: „Wir gucken mal, was möglich ist.“
Insgesamt läuft die ABM bis zum 31. Juni 2005. Pro halbes Jahr werden jeweils 13 Mitarbeiter beschäftigt.