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Abc-Schützen puzzeln für gesunde Zähne

Schüler der Grundschule "Am Park" haben auf der Kinder- und Jugendfarm Maskottchen Putzi von der AOK plus getroffen.
Schüler der Grundschule "Am Park" haben auf der Kinder- und Jugendfarm Maskottchen Putzi von der AOK plus getroffen. FOTO: K. Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Wer Kinder an Zahnpflege und zahngesunde Ernährung heranführen will, braucht vor allem eines – Fantasie. Am jährlich auf der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen durchgeführten "Tag der Zahngesundheit" ist dies an mehreren Stationen zu erleben gewesen. dcz1

Zahnarztschwester Petra Hübsch und eine Kollegin hatten zwei XXL-Puzzle mit aufgedruckten gesunden und ungesunden Lebensmitteln sowie einer Zahnbürste mitgebracht, die Erstklässler und Vorschulkinder am Boden zusammensetzen sollten. Inhaltlich wusste die Klasse 1A der Grundschule "Am Adler" natürlich, dass frisches Obst den Zähnen besser bekommt als Cola und Milchschnitte. Aber das nur kurz zur Ansicht ausgelegte Puzzle hatte es in sich. Ehrgeizig und mit lautstarker Unterstützung ihrer Klassenkameraden suchte auch Melina den richtigen Platz für ein Pappteil vom großen Haufen. Letztlich war ihre Staffel knapp schneller als die ihrer Klassenkameraden. Dann verkosteten alle Kinder Paprikastückchen und Möhren, die als Blümchen geschnitten waren. Fleißige Helfer der Jugendfarm hatten dafür gesorgt.

Ute Lorenz und ihre Kollegin vom Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen erzählten den Mädchen und Jungen mit Handpuppen die Geschichte von der gestohlenen Elektrozahnbürste. Seppl sollte diese zum Geburtstag bekommen, damit er seine 20 Milchzähne noch besser putzen kann. Die Hexe hatte das Geschenk aber vorher entdeckt und als Hexenbesen benutzt. Der Kasper konnte den Geburtstag mithilfe der begeisterten Kinder retten, unter denen auch Jamie von der Grundschule "Am Park" war. Die Erstklässlerin genoss ihren ersten Wandertag und erzählte, dass der Zahnarzt bei ihr noch nie bohren musste. Damit das so bleibt, putzt sie gründlich und am Wochenende sogar dreimal täglich ihre Zähne.

Von Ute Lorenz erfuhren die insgesamt 240 jungen Zuschauer auch, dass sie ihre Milchzähne so lange wie möglich erhalten sollen, denn diese sind Platzhalter für die bleibenden Zähne, die mit etwa sechs Jahren durchbrechen. Die Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes warnte vor süßen Getränken aus Nuckel- oder Ventilflaschen, die häufig genossen eine Zahnfehlstellung und Karies verursachen. Beide Probleme lassen sich also ganz einfach verhindern.

Kinder sollen vom ersten Zahn an den Zahnarzt besuchen - auch, um die Situation im Behandlungszimmer kennenzulernen. Dazu fordert jetzt auch das gelbe Heft für die Vorsorgeuntersuchungen die Eltern auf.