Gestern Abend kamen erneut rund 70 Hoyerswerdaer auf dem Lausitzer Platz zusammen - allerdings ohne die Mitglieder der Deutschen Gemeinschaft für Gerechtigkeit (DGG), die in den vergangenen Wochen an den Kundgebungen teilgenommen hatten.
Das Aktionsbündnis hatte sich von der DGG distanziert, nachdem Recherchen ergeben hätten, dass die DGG dem rechten Spektrum zuzuordnen sei. „Wir haben hier zwar ein offenes Mikrofon“ , betonte Gerhard Heyme, Geschäftsführer des PDS-Stadtverbandes und Mitglied des Aktionsbündnisses, „aber wir lassen es nicht missbrauchen. Rechte Kräfte haben an diesem Platz nichts zu suchen.“ Gegenüber der RUNDSCHAU betonte Heyme, dass es kein Einzelfall sei, dass rechte Gruppen versuchen, über die Hartz-Proteste Einfluss zu gewinnen. „Da müssen wir einen Riegel vorschieben.“
Um die Proteste wieder zu beleben, denkt das Aktionsbündnis über neue Aktionen nach. „Eine denkbare Form wäre es, den Ort der Kundgebung zu verlagern“ , so Heyme. Zuvor hatte einer der Redner gefordert, vor der Agentur für Arbeit zu demonstrieren. Klar ist für Heyme derzeit vor allem eines: „Es geht weiter.“ (mh)