Am 20. März feiert das "Museum zum Anfassen" in den Räumen der alten Feuerwache Geburtstag. Dann wird auch Landesarchäologe Franz Schopper in Welzow den Kooperationsvertrag mit der Stadt für die Nutzung des Clara-See-Projektes unterzeichnen. Dort können Hölzer aus archäologischen Grabungen in der gefluteten Braunkohlengrube, die sich nur einen Steinwurf vom ATZ entfernt befindet, fachgerecht eingelagert werden.

Die Mannschaft des Archäotechnischen Zentrums hat im neuen Jahr wieder eine Menge vor. Das Angebot reicht vom Herstellen von Werkzeugen der Urahnen aus der Steinzeit über die sommerlichen Ferienlernorte "Wald und Feld" sowie "Die Geschichte der Jagd" bis zu den beliebten Töpfer- und Spinnkursen. Darüber hinaus sind mehrere Auswärtsveranstaltungen geplant. Nicht zuletzt runden diverse Exkursionen zu Fuß und per Fahrrad sowie Fachvorträge die Angebotspalette ab.

Das Engagement zahle sich aus, erklärt Hans Joachim Behnke. So hätten in den vergangenen zwölf Monaten über 13 000 Gäste an den Veranstaltungen teilgenommen beziehungsweise das ATZ besucht. Darunter seien viele wiederholt gekommen. Im gesamten Jahr 2014 wurden "nur" 8000 Besucher gezählt. "Wir haben 2015 wesentlich mehr Veranstaltungen auswärts auf die Beine gestellt", erklärt Behnke den Aufwärtstrend. So sei etwa die Zahl der Besuche im Brandenburger Landesmuseum von eins auf fünf erhöht worden. Nicht zuletzt sprächen sich die Angebote der Einrichtung auch in der näheren und weiteren Umgebung immer mehr herum, so Behnke. Mittlerweile gibt es die Anregung, das ATZ für Lehrerfortbildungen zu nutzen.

Ohnehin habe die Einrichtung längst einen gesellschaftlichen Auftrag übernommen, wie es Hans Joachim Behnke formuliert. Denn längst gebe es nicht nur einen Einblick in die Frühgeschichte der Lausitz, sondern werde den zumeist jungen Gästen auch geografisches und ökologisches Wissen vermittelt.

Der Archäologe Hans Joachim Behnke will sich mittelfristig einen ganz besonderen Traum erfüllen. Mit einem nachgebauten Einbaum will er über Spree, Havel und Elbe bis in seine Heimatstadt Hamburg fahren. In diesem Jahr, so kündigt er an, sollen zumindest schon mal die nächsten zwei der Steinzeit-Boote im Archäotechnischen Zentrum gebaut werden.