Eine genaue Besucherzahl für das 15. Krabatfest kann die Stadt Wittichenau gar nicht angeben. Bei freiem Eintritt war eine Zählung kaum möglich. Fest steht aber: Es müssen Tausende gewesen sein, die an den drei Festtagen durch die Straßen der Stadt streiften und zu den vielfältigen Angeboten an den verschiedensten Veranstaltungsorten strömten. "Wieviel es genau waren? Zahlen spielen für die Erinnerung der Menschen keine Rolle", sagt Wittichenaus Bürgermeister Markus Posch. Für die Einwohner und alle Gäste der Stadt werde die Erinnerung an ein ganz tolles Erlebnis noch lange nachhallen. Davon sei er überzeugt, sagt Posch.

Etwa 55 000 Euro wird die Ausrichtung des Krabatfestes mit dieser Vielfalt der Angebote, mehrerer Märkte und Bühnenshows letztlich gekostet haben. Dreiviertel der Kosten werden mit europäischen Fördermitteln für die ländliche Region und speziell für das Leader-Gebiet Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft finanziert. Ein Viertel trägt die Stadt Wittichenau aus ihrem eigenen Stadtsäckel. "Unbezahlbar ist aber das enorme Engagement und der Einsatz zahlloser Helfer und Unterstützer aus den Vereinen, Unternehmen und Einrichtungen der Stadt", so der Bürgermeister. Vom Schulclub über den Heimatverein Spohla bis zur Kolpingsfamilie Wittichenau haben unzählige Helfer etwas beigetragen. "Dafür ein großes Dankeschön."

Wie es dem historischen Krabat, dem Obristen Johann von Schadowitz sicher gefallen hätte, war das Wittichenauer Fest auch ein Ort der internationalen Begegnung. Neben den über 40 Leuten aus der kroatisch-slowenischen Heimat des Janko Sajatovic (Schadowitz) waren ein ganzer Bus mit Gästen aus Wittichenaus Partnerstadt Bad Honnef und Vertreter aus Tanvald (Tschechien) und Lubomierc (Polen) angereist.

Das nächste Krabatfest wird nun im Mai 2017 in der gerade neu entstehenden Krabatregion im Zumbarak-Gebirge stattfinden, in Bela Krajina in Slowenien. Erst in zwei Jahren soll wieder in der Lausitz gefeiert werden. Die neue Ausrichter-Kommune steht aber noch nicht fest.