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| 17:25 Uhr

Hortanalyse Hoyerswerda
80 Hortplätze zu viel in Hoyerswerda

Hoyerswerda. Es gibt zu viele Kita- und Hortplätze in Hoyerswerda. In den kommenden Jahren verstehen Veränderungen an. Die neue Kita-Hort-Analyse schlägt eine Konzentration der Einrichtungen in Grundschul-Nähe vor. Von Sascha Klein

In Hoyerswerda gibt es nach Aussagen der neuen Kita-Hort-Analyse neben zu vielen Kita- und Krippenplätzen auch 80 offene Hortplätze. Insgesamt stehen für die Betreuung in der Stadt 898 Hort-Plätze in elf Einrichtungen zur Verfügung. Acht davon werden in Kombination mit Kita und Krippe geführt. Die Auslastung liegt laut den Statistiken bei 84 Prozent (Stand: Juni 2017).

Es gibt drei rein als Hort betriebene Einrichtungen. Sie sind jeweils an eine Grundschule angeschlossen (Hort an der Elster, Hort an der Lindenschule, Hort am Adler). Diese drei Horte verfügen gemeinsam über 438 Plätze, das sind 55 Prozent aller in der Stadt Hoyerswerda. Die Analyse empfiehlt, diese schulnahen Einrichtungen auf jeden Fall langfristig zu sichern. Sie sind auch fast voll ausgelastet. Laut der Zahlen gibt es dort nur 19 freie Plätze, davon allein 16 am Adler. Die Grundschule ist sowieso ein Sonderfall. Mit dem avisierten Umzug der Grundschule Am Adler ab dem Schuljahr 2019/20 an den Standort der heutigen Oberschule Am Stadtrand soll auch der Hort umziehen.

Die Grundschule Am Park nutzt die Einrichtungen am Zoo und am Elsterbogen. Während der Hort am Elsterbogen zu 96 Prozent ausgelastet ist, sind am Zoo zum Erhebungszeitpunkt sieben von 25 frei gewesen. Zurückzuführen sei das jedoch auf die bauliche Situation des Hauses.

Das bedeutet allgemein: Den vier Hoyerswerdaer Grundschulen sind mit 578 insgesamt 64 Prozent aller Hortplätze zugeordnet. Die Analyse schlägt vor, dies auch zukünftig so zu belassen.

Trotzdem gebe es die Überkapazitäten von rund 80 Plätzen. Der Ansatz der Kita-Hort-Analyse: Zum einen könnten Hortplätze, je nach Bedarf, innerhalb der Einrichtungen umgeschichtet werden. Das heißt: Aus Hort-Planstellen könnten Kita- oder Krippenplätze werden. Zum anderen regt die Analyse an, noch mehr Plätze als bisher an den schulnahen Horten zu konzentrieren und dafür Plätze in kombinierten Häusern zu reduzieren – mit gewissen Ausnahmen.

Geplant ist laut Kita-Hort-Analyse, die Kita „Sonnenblume“ im WK II zum Hort umzugestalten und damit die angespannte Situation an der Grundschule An der Elster zu entspannen. Davon profitieren könnte dann auch die Lindenschule. Im Fall der Kita „Wirbelwind“ in Knappenrode sei zu prüfen, ob sie einige der freien Kitaplätze in Hortplätze umwandelt und somit ein Angebot in einem Ortsteil schafft. Bislang gibt es in keinem Hoyerswerdaer Ortsteil Hortangebote.

Die Zusammenfassung der Kita- und Krippensituation in Hoyerswerda finden Sie im Internet unter www.lr-online.de/hoyerswerda. Die gesamte Kita-Hort-Analyse der Stadt Hoyerswerda steht auf der Seite www.hoyerswerda.de