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| 21:43 Uhr

54. Musikfesttage in Hoyerswerda
Die Heinzelmännchen hinter dem Konzert-Erlebnis

 Mit der Gelassenheit seiner vielen Berufsjahre schaut Veranstaltungstechniker Klaus Wichmann auf die bevorstehenden Musikfesttage.
Mit der Gelassenheit seiner vielen Berufsjahre schaut Veranstaltungstechniker Klaus Wichmann auf die bevorstehenden Musikfesttage. FOTO: Rainer Könen
Hoyerswerda. Veranstaltungstechniker Klaus Wichmann setzt bei den Musikfesttagen die Künstler ins rechte Licht. Von Rainer Könen

Wie viele Musikfesttage er schon mit begleitet, mit vorbereitet hat? Klaus Wichmann zuckt mit den Schultern. Auf jeden Fall seien es schon sehr, sehr viele gewesen, meint er.

Was nicht verwundert, denn der 57-Jährige ist schon eine lange Weile als Veranstaltungstechniker in der Lausitzhalle tätig. Genau genommen ist er seit 35 Jahren in diesem Job – und damit von den derzeit vier beschäftigten Technikern der dienstälteste. Bei den diesjährigen 54. Musikfesttagen stehen zwölf Konzerte auf dem Programm. Die finden sowohl in der Lausitzhalle als auch in der Johanneskirche und zum großen Teil im Hoyerswerdaer Schlosssaal statt. Was immer wieder mit einem logistischen Aufwand einhergeht. „Licht- und Tontechnik, alles muss dann ins Schloss gebracht werden“, erzählt Wichmann. Da gilt es, Podien und Gerüste aufzubauen, Scheinwerfer auszurichten, Lautsprecher anzubringen, Kabel zu verlegen, Mischpulte und Effektgeräte zu bedienen und zu installieren.

Der Schlosssaal sei jedes Mal „eine besondere Herausforderung“, so Wichmann weiter. Was auch mit der Akustik in diesem Raum zusammenhängt. Da sind Wichmann und seine Kollegen tontechnisch gefordert. Aber bisher habe alles geklappt, so der Hoyerswerdaer.

Schon so einiges hat der Techniker bei den Musikfesttagen erlebt. Da sind beispielsweise die Befindlichkeiten der Künstler, die bei den Festtagen auftreten. Gibt es da vielleicht die ein oder andere Anekdote? Kopfnicken. Ja, das schon, aber wie das so ist, man will ja niemandem zu nahe treten, also gibt sich Wichmann ganz als Diplomat und beschreibt es so: „Es gibt solche und solche.“

Wenn die Hoyerswerdaer Musikfesttage anstehen, läuft natürlich auch der Veranstaltungsbetrieb in der Lausitzhalle weiter. Da ist gutes Zeitmanagement und Koordination gefragt. Aber darauf ist das technische Personal mittlerweile eingestellt. So werden Wichmann und seine Kollegen bei den kommenden Musikfesttagen fleißig und zumeist unbemerkt vom Publikum hin und her wuseln, hinter den Kulissen dafür sorgen, dass die auftretenden Künstler ins rechte Licht gesetzt werden, der Konzertbesuch für jeden Besucher ein akustischer Genuss ist. Anders ausgedrückt: Klaus Wichmann und seine Kollegen sorgen für die entsprechende Good-Feeling-Atmosphäre bei den Musikfesttagen. Wer so lange wie Klaus Wichmann in diesem Job arbeitet, der weiß natürlich, dass die Arbeit hinter den Kulissen zwar von Routine bestimmt ist, aber auch ständig Neues bringt. Man müsse da immer flexibel sein, so der 57-Jährige. Es gilt, die Stimmung bei Konzerten, Theateraufführungen oder Shows ton- und lichttechnisch so zu präsentieren, dass „die Veranstaltung rund ist“.

So werden Klaus Wichmann und seine drei Kollegen bei den 54. Musikfesttagen folglich wieder in bester Heinzelmännchen-Manier dafür sorgen, dass „es das Publikum schön haben wird“.