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| 02:47 Uhr

40 Zeitzeugen beim Tag des offenen Denkmals

Bautzen. "Handwerk, Technik, Industrie" – unter diesem Motto lädt die Gedenkstätte Bautzen zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, zwischen 10 und 17 Uhr ein. red/br

Der Eintritt ist frei.

Angelehnt an das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals informiert die Gedenkstätte Bautzen über die vielfältigen Arbeiten und Umbauten im Gebäude, sowohl in dessen Geschichte als auch Gegenwart. Das teilt Sven Riesel, Sprecher der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, mit.

Seit zwei Jahren finden in der Gedenkstätte umfangreiche Bauarbeiten im Zuge des Brandschutzes und der Erneuerung elektrischer Anlagen statt. Jede bauliche Veränderung verlange Kompromisse zwischen den Interessen des Eigentümers und dem Auftrag der Gedenkstätte: In welchem Umfang dürfen Erinnerungsorte verändert werden? Wie kann historische Substanz bewahrt und zugleich Besuchern zugänglich gemacht werden?, heißt es weiter.

Es haben bereits 40 Zeitzeugen der beiden Bautzener Gefängnisse ihre Teilnahme am Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte angekündigt, so Sven Riesel. Neben Zeitzeugengesprächen werde es Sonderführungen geben, die vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gefördert werden.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung Deutschlands werden stündlich Dokumentarfilme zu diesem Ereignis gezeigt.

Gemeinsam mit dem Opferverein Bautzen Komitee und dem Opfer-, Förder- und Dokumentations-Verein Bautzen II werde über den gesamten Tag des offenen Denkmals ein Bus-Shuttle zwischen Gedenkstätte Bautzen und Gräberstätte "Karnickelberg" angeboten.

Ein Gräberfeld und eine Gedenkkapelle erinnern unmittelbar neben der heutigen Justizvollzugsanstalt Bautzen an die dort und an unbekannten Stellen verscharrten Toten des Speziallagers Bautzen.