| 02:41 Uhr

25 000 Kiefern werden gepflanzt

Geierswalde/Bergen. Eine gewaltige Schneise hat die Ontras Gastransport GmbH durch die mittlere Lausitz gezogen. Im vergangenen Jahr wurde zwischen Großkoschen und Schwarze Pumpe eine neue Gastrasse in die Erde gebracht. amz1

Dafür mussten viele Bäume gerodet sowie Felder und Grünland in Anspruch genommen werden. Inzwischen wird die Schneise wieder begrünt beziehungsweise aufgeforstet.

Allein im vergangenen Frühjahr hat Ontras eine Fläche von 13,3 Hektar neu bepflanzen lassen. "In der Regel kamen in Absprache mit den jeweiligen Eigentümern beziehungsweise Bewirtschaftern die gleichen Pflanzen in den Boden, die vorher dort vorhanden waren", erklärt Unternehmenssprecher Dr. Ralf Borschinsky auf RUNDSCHAU-Nachfrage.

Im Herbst gehen die Arbeiten weiter. Auf den Sachsenforst-Flächen müssen noch 25 000 Kiefern gepflanzt werden. "Hier hat uns das rasch warm werdende Frühjahr einen Strich durch die ursprüngliche Planung gemacht. Jetzt kann erst wieder im Oktober/November gearbeitet werden", begründet Borschinsky. Anschließend seien alle Pflanzungen abgeschlossen.

Der gesamte Prozess werde vom Ingenieur- und Planungsbüro Lange GbR aus dem Rheinland betreut. Die eigentlichen Pflanzungen sowie deren Pflege habe das Landschaftsbüro Buder aus Hoyerswerda übernommen.

Allerdings müssen bei den Arbeiten einige Regeln beachtet werden. So dürfen mehrere Meter neben der eigentlichen Gastrasse nur Pflanzen in den Boden, die die Leitung durch ihr Wurzelwerk nicht gefährden. Zudem müsse ein Befahren der Trasse möglich bleiben. Auf diesem Schutzstreifen könne Landwirtschaft betrieben werden.

Eine Begründung von Wald oder eine Bebauung scheide dort aber aus. Aufforstungen seien nur auf den ehemaligen Arbeitsstreifen möglich. Auf freier Flur handele es sich dabei um einen 30 Meter breiten Streifen, im Wald um immerhin noch 24 Meter. Es erfolge stets eine enge Abstimmung mit den Flächeneigentümern.

Die neue Ontras-Gastrasse war erforderlich, da sich die bisherigen Leitungen im Kippengebiet befanden. Dort stellen mögliche Grundbrüche erhebliche Gefahren für die Gasleitungen dar. Jetzt verläuft die Trasse auf gewachsenen Böden.