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2200 Musikfreunde genießen Klangerlebnis

Hoyerswerda. Die 52. Musikfesttage der Stadt Hoyerswerda sind Geschichte. Insgesamt 2200 Musikfreunde haben während der vergangenen drei Wochen die zwölf erneut sehr außergewöhnlichen Konzerte besucht. RUNDSCHAU fragte dazu bei Projektleiterin Carmen Hoffmann von der Lausitzhalle nach. cw

Dieser Musikfesttage-Jahrgang war in einer Hinsicht ja besonders aufregend: Kurz vor dem Start mussten acht Konzerte an einen anderen Ort verlegt werden. Hat denn alles geklappt?
Das war für uns tatsächlich ein Schock und eine ziemlich große Herausforderung, als plötzlich klar wurde, dass wir den Schloss-Saal wegen der Bauarbeiten nun doch nicht wie geplant nutzen können. Sechs der Konzerte haben wir in die Lausitzhalle geholt und zwei in der Johanneskirche veranstaltet. Alle Konzerte sind ohne Komplikationen und mit der für unser Festival gewohnten Qualität realisiert worden. Am Ende gab es sogar sehr viel Anerkennung und Lob dafür, wie der Forumsaal in unserem Haus zu einem schönen Konzertsaal umgestaltet wurde. Viele Gäste waren richtig überrascht, dass der Saal mit Blumenschmuck und mit Lichtinstallationen ein ganz neues Ambiente bot.

Gab es Gäste, die dennoch am alten Veranstaltungsort standen?
Ja, die gab es. Aber wir haben ja vor jedem Konzert am Schloss einen Mitarbeiter, der alle Informationen weitergab, und ein kostenloses Shuttle-Taxi bereitgestellt. Ein paar Mal hat das Taxi auch tatsächlich Konzertbesucher an den neuen Veranstaltungsort gebracht. Das hat alles gut geklappt.

Welche Erfahrungen dieses Jahrganges nehmen Sie für 2018 mit?
Beim Konzert der vier Cellisten "The Quatrocelli Scenes" wurde erneut deutlich, dass Konzerte mit einem gewissen Showcharakter besonders gut beim Publikum ankommen. Unser Publikum liebt es, wenn klassische Musik mit Humor und unterhaltsam dargeboten wird. Darauf werden wir auch nächstes Jahr nicht verzichten.

Welches Konzert hat Sie persönlich am meisten beeindruckt?
Das war ganz klar das Vokalensemble "amici della musica". Die Brillanz des Gesangs und die faszinierende Mehrstimmigkeit haben mich wirklich geflasht. Das war großartig.