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2017 bringt noch mehr Kultur in die Hoyerswerda Altstadt

Die Band "Dekadance", in der schon Comedian Olaf Schubert Schlagzeug spielte, sorgt am 21. Januar für Stimmung.
Die Band "Dekadance", in der schon Comedian Olaf Schubert Schlagzeug spielte, sorgt am 21. Januar für Stimmung. FOTO: Dekadance
Hoyerswerda. Konzerte, Kabarett, Kulinarik, Kunst: Die Hoyerswerdaer Kufa holt für ihr Publikum auch in diesem Jahr wieder Kultur en masse in die Zusestadt. Neben runden Jubiläen und altbewährten Klassikern gibt es 2017 brandneue Projekte. Doch der Fabrik-Erfolg münzt nicht allein auf dem breit gefächerten Programm. Anja Hummel

Es ist vorüber. Das erste vollständige Jahr im Domizil im Herzen Hoyerswerdas. Für die Kulturfabrik hat sich der Umzug vor anderthalb Jahren von der dezentralen "Zwischenbelegung" an der Alten Berliner Straße ins Bürgerzentrum am Altmarkt mehr als rentiert. "Es ist genau das eingetreten, was alle durch die zentrale Lage erhofft haben", sagt Kufa-Geschäftsführer Uwe Proksch. Deutlich spürbar geworden sei es im vergangenen Jahr, dass die Bürger das Haus und sein Schaffen intensiver wahr- und angenommen haben. Die Kulturfabrik als Betreiber des Bürgerzentrums konnte gleichzeitig mehr als 80 Vereine und Institutionen als Veranstalter ins Haus locken. Uwe Proksch und sein Team hoffen, dass es in diesem Jahr so weiter geht. Der Blick auf die Kufa-Höhepunkte der kommenden sechs Monate verspricht schon einmal ein Kulturprogramm für alle Generationen und Geschmäcker.

Altbewährte Klassiker:

Das Kufa-Team ist 2017 optimistisch wie nie - weder Urlaubsreise, Allergie noch Regierungsanweisung sollen den sagenumwobenen Literaturprofessor Herrn Rittersporn-Kaszyschke am 22. Januar davon abhalten, das 20. Literarische Frühstyxsei in der Braugasse 1 zu zelebrieren. Während das Lese-Frühstück damals mit gerade einmal 30 Besuchern startete, kommen 20 Jahre später gut 100 Leser und Zuhörer bei Kaffee, Literatur und Brötchen zusammen.

Das heiß begehrte Frauentagskabarett mit Andrea Kulka am 8., 9. und 10. März wird in diesem Jahr um eine Vorstellung auf insgesamt fünf aufgestockt. Der Kartenvorverkauf findet am 25. und 26. Januar statt.

Auch am altbewährten Blow Up Kino wird festgehalten. Fünfmal wöchentlich flimmern weiterhin anspruchsvolle Filme über die Leinwand. Das Auflebenlassen der Musik Gundermanns steht ebenfalls auf dem Programm: Am 18. Februar spielt "Die Seilschaft" und am 24. Juni trifft sich der Verein Seilschaft wieder zur Traditions-Pena, der offenen Bühne.

Das Kinder- und Jugendprogramm: Bis April gibt es im Bürgerzentrum unter anderem jeden Sonntag Familiennachmittage. Vom Familienkino am 22. Januar über den Kinderfasching am 12. Februar bis zum Osterbasteln im Natz am 2. April. Brandneu in diesem Jahr ist das Oberlausitzer Kindermusikfestival, ein Netzwerkprojekt der soziokulturellen Zentren des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien. Am ersten Februarwochenende wird es in Hoyerswerda zwei Konzerte und einen Workshop geben. Letzterer zeigt, wie Kinder mit Humor an Musik und Bewegung herangeführt werden können. Teil des Festivals ist außerdem ein Familienkonzert von Gerhard Schöne am 5. Februar.

Besondere Künstler: "Das Jahr fängt gut an", versichert Uwe Proksch. "Für die Region haben wir besondere Künstler dabei." Am 21. Januar ist die Dresdner Rockband "Deka dance" in der Kufa. Die Falco-Show aus Wien am 11. Februar gibt es 2017 in ganz Deutschland nur drei Mal zu sehen - einmal davon in Hoyerswerda. Mit Thomas Rühmann und Band am 11. März und dem kabarettistischen Chanson-Duo Pigor und Eichhorn am 23. April konnte die Kufa weitere bewährte Künstler gewinnen.

Workshops, Projekte, Gastronomie: Zum 9. Mal wird am 11. Juni zur künstlerischen Landpartie geladen. Das "KulturLandStrich"-Projekt lädt Schaulustige ein, Ateliers, Werkstätten und Ausstellungen zu besuchen und mit Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Zum ersten Mal startet am 18. Januar ein Tangokurs, für den es noch freie Plätze gibt. Ganz zu schweigen von den Theatergruppen, der Medienwerkstatt, dem Erzählsalon oder den vielen Dia-Vorträgen. "Es gibt so viele Projekte, die in diesem Jahr noch anstehen. Die kann man alle gar nicht erwähnen, weil es so viele sind", sagt Uwe Proksch. Auch im Café Auszeit sollen 2017 weiterhin Kulinarik und Kultur zusammengeführt werden. "Durch das Gastronomieangebot sind ganz eigene Veranstaltungen entstanden", resümiert der Kufa-Chef. Von der After-Work-Lounge bis zum Kneipenquiz haben sich auch diese Veranstaltungen im Bürgerzentrum bewährt und bleiben erhalten.

Weiter ausgebaut werden soll 2017 die Kooperation mit dem Natz. "Und wir werden mal schauen, wie sich die Zusammenarbeit mit dem gerade eingezogenen Tourismusverband entwickelt", sagt Proksch. Eine erste Teamarbeit gab es schon - beim Erstellen von Infozetteln.

Infos und Tickets gibt es online auf www.kufa-hoyerswerda.de