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Feuer in Agrargenossenschaft
Zwei Lagerhallen brennen nieder

Als die Feuerwehrkräfte in der Nacht zum Dienstag am Einsatzort eintreffen, stehen zwei Lagerhallen lichterloh in Flammen. Die Kameraden kämpfen gegen das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude an. Die beiden Hallen müssen sie kontrolliert abbrennen lassen.
Als die Feuerwehrkräfte in der Nacht zum Dienstag am Einsatzort eintreffen, stehen zwei Lagerhallen lichterloh in Flammen. Die Kameraden kämpfen gegen das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude an. Die beiden Hallen müssen sie kontrolliert abbrennen lassen. FOTO: dmu1
Herzberg. Ein Großbrand vernichtet in der Nacht zum Dienstag die Hälfte des bevorrateten Strohs, weitere Futtermittel und einige Landwirtschaftsmaschinen der Grochwitzer Agrargenossenschaft. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Sylvia Kunze

Die erschreckenden Geräusche, die in der Nacht weit über Herzberg getragen werden, dürften vermutlich vielen noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Es habe sich angehört wie ein Feuerwerk, ein lautes Knallen sei zu hören gewesen, berichten jene, die irgendwie Zeugen des Brandes in der Grochwitzer Agrargenossenschaft wurden. Der Krach der beiden Feuer, die in zwei getrennt voneinander stehenden Lagerhallen inzwischen wüten, hat Anwohner geweckt. Um 2.33 Uhr geht der erste Notruf in der Leitstelle Lausitz ein. Weitere folgen. Und kurz darauf heulen die Sirenen in der Kreisstadt ein erstes Mal und rufen die Kameraden zum Einsatz.

"Schon bei der Anfahrt war das Ausmaß des Brandes zu sehen", berichtet Björn Horn von der Herzberger Feuerwehr, der umgehend die Leitstelle informiert und weitere Kräfte nachordert. Nun schrillen auch die Sirenen in den Herzberger Ortsteilen sowie in den Nachbarstädten Schönewalde und Falkenberg. Die nachrückenden Kräfte sehen den hellen Feuerschein schon von Weitem.

Bald sind mehr als 70 Feuerwehrleute vor Ort. "Beim Eintreffen standen beide Lagerhallen bereits im Vollbrand. Wir konnten nur noch die Nachbargebäude vor der massiven Wärmestrahlung schützen und mussten beide Gebäude kontrolliert abbrennen lassen", ist von Björn Horn weiter zu erfahren. Alle wissen, dieser Einsatz wird Stunden dauern.

In einer der beiden Hallen war Stroh gelagert. In der anderen befanden sich ebenfalls Stroh, aber auch Futtermittel und Landwirtschaftsmaschinen der Agrargenossenschaft. Davon ist nichts mehr zu retten, sondern alles wird Opfer der Flammen. Für die Landwirte ein schwerer Schlag, wie Mitarbeiter berichten. Etwa die Hälfte des Strohs, das man über den Winter brauche, sei vom Feuer vernichtet worden. Wie hoch der entstandene Schaden ist, kann noch nicht beziffert werden.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Auch Vieh nicht. Kleine Kälber, die in ihren Iglus nahe der einen brennenden Halle standen, konnten gleich zu Beginn des Einsatzes rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Am frühen Vormittag sind noch immer mehr als 60 Kameraden vor Ort. Nur nach und nach kann ein Teil der Feuerwehrleute abrücken. Ihr Einsatz hatte sich als schwierig erwiesen, weil zur Bereitstellung von Wasser geschätzte drei Kilometer Schlauchleitungen ausgelegt werden mussten. Die Kapazität des vorhandenen Löschteiches reichte nicht. Man musste entfernter stehende Brunnen nutzen, um ausreichend Wasser zuzuführen, so Björn Horn.

Am Nachmittag ist der Einsatz als solcher beendet. Die "zweite Schicht" übernimmt die Brandwache. Für die Ermittlungen zur Brandursache wird die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes herangezogen.

Die Flammen vernichten alles, was in den beiden Hallen lagert: Stroh, Futtermittel und Landwirtschaftsmaschinen.
Die Flammen vernichten alles, was in den beiden Hallen lagert: Stroh, Futtermittel und Landwirtschaftsmaschinen. FOTO: dmu1
Im Laufe des Vormittags rücken dann die meisten Feuerwehrleute ab, aber der Einsatz selbst dauerte noch einige Stunden.
Im Laufe des Vormittags rücken dann die meisten Feuerwehrleute ab, aber der Einsatz selbst dauerte noch einige Stunden. FOTO: sk
Eine Halle ist niedergebrannt, die andere brennt kontrolliert ab.
Eine Halle ist niedergebrannt, die andere brennt kontrolliert ab. FOTO: sk