ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:32 Uhr

Zustimmung zum Kaufland-Vorhaben

Herzberg. Die Mitglieder des Herzberger Bauausschusses haben sich für den Erweiterungsbau des Kaufland-Marktes in der Osterodaer Straße in Herzberg ausgesprochen. Eine entsprechende Bauvoranfrage des Investors liegt bei der Bauverwaltung des Landkreises vor. Ronald Ufer

Die Stadt Herzberg ist zu einer Stellungnahme zu dem Vorhaben aufgefordert und wollte dazu die Meinung der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung einholen. Diese sollten sich im Vorfeld der Bauausschusssitzung in dieser Woche zu dem Thema beraten. "Wenn wir dem Investor Steine in den Weg legen, sucht er sich einen anderen Standort in einer anderen Stadt. Die CDU stimmt dem Vorhaben zu, auch wenn noch viele Fragen offen sind", so Gerd Rothaug. Die SPD signalisierte ebenfalls Zustimmung. Dr. Waldemar Nehring sprach von einem interessanten Projekt. Man müsse aber die gesamte Stadtplanung in Herzberg im Auge haben, meinte er.

Die Fraktion "Herzberg zählt" war sich nicht einig. Während Bauausschussmitglied Ulf Lehmann das Vorhaben persönlich begrüßt "wohlwissend, dass es in der Innenstadt dann noch ruhiger wird", hat sein Kollege Christian Voigt mit den Auswirkungen für die Innenstadt mehr Probleme. Das hatte auch der Gewerbeverein so vermittelt, der in einer Erweiterung von Kaufland eine massive Bedrohung für die Innenstadthändler sieht.

Linken-Abgeordnete Cornelia Böck sprach von einer differenzierten Betrachtungsweise auch in ihrer Fraktion. "Wir werden aber an einer Zustimmung nicht vorbeikommen", sagte sie.

Insgesamt legitimierte der Ausschuss die Verwaltung, den Ersatzneubau zu befürworten. Problematisch werde es aber, so waren sich alle einig, wenn der Investor erwägt, den alten Kaufland- und den Getränkemarkt für weitere Ansiedlungen nutzen zu wollen. Das ist aber nicht Gegenstand der Bauvoranfrage.