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Zusammenschlüsse sind Alternative
Zusammenschlüsse sind Alternative  

Moderator Frank Claus (r.)  hat auch anwesende Kommunalvertreter, hier Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe, nach deren Meinung zu einigen Themengebieten befragt.
Moderator Frank Claus (r.) hat auch anwesende Kommunalvertreter, hier Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe, nach deren Meinung zu einigen Themengebieten befragt. FOTO: Rudow / LR
Alle drei Kandidaten befürworten freiwillige „Ehen“ von Kommunen.

Besonders die Vertreter der Kreisarbeitsgemeinschaft interessierte die Meinung der Kandidaten zu einer künftigen interkommunalen Zusammenarbeit.

Die Gemeinden hätten immer zusammengearbeitet und werden das auch weiter machen, so Iris Schülzke. Wenn Gemeinden zusammengehen wollen und die Bürger das so entscheiden, dann sollen sie das tun, sagte sie. Beim Modell Amtsgemeinde habe sie aber Bedenken, weil die Ortsteile Schwierigkeiten hätten, selbst etwas zu lenken.

Peter Drenske hält eine Strukturreform der Kommunen untereinander für möglich, auch bei angrenzenden Gemeinden kreisübergreifend. Sie müssten aber auch die finanziellen Möglichkeiten dafür haben, sagt er. „Beim Kreis ist es mit dem Doppelhaushalt gut gelaufen, aber die Kommunen fahren auf  Verschleiß“, sagt er.

Christian Heinrich-Jaschinski plädiert dafür, die freiwillige Zusammenarbeit zu forcieren. Die Verwaltungen werden sich ändern. Schon allein wegen der Digitalisierung und wegen der jungen Mitarbeiter, die andere Vorstellungen von Arbeitszeitmodellen haben, sagte er. Wenn es zur Konzentration von Verwaltung komme, müsse man den Ortsteilen aber weiterhin ihren Gestaltungsspielraum einräumen. Wenn das gelänge, sehe er in der Kurstadtregion und in Finsterwalde/Sonnewalde gute Ansätze, so Heinrich-Jaschinski.