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| 02:43 Uhr

Zukunft nach den eigenen Bedürfnissen gestalten

Herzberg. "Bürger organisieren eigene Energieversorgung"; "Bibliotheksbus als Rufbus"; "Senioren helfen in Kindertagestätten" - so oder ähnlich kann man sich künftige Schlagzeilen aus dem Landkreis Elbe-Elster vorstellen. Landrat Christian Jaschinski (CDU) ruft Bürger, Kommunen und Träger der Daseinsvorsorge auf, Vorschläge für die Zukunftsgestaltung im Rahmen des Aktionsprogramms zur regionalen Daseinsvorsorge zu formulieren. red/ru

Jeder ist eingeladen, sich Gedanken zu machen, wie Angebote sozialer und technischer Infrastrukturen für die nächsten 20 Jahre organisiert werden können: Welche Angebote brauchen wir in unserer Nähe? Zu welchen können wir mit Auto oder Bus fahren? Wie erreicht meine Mutter den Arzt? Wie kann die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gewährleistet werden? Wer betreut meine Kinder, während ich arbeite? Wer pflegt mich, wenn ich Hilfe brauche?

Wer gemeinsam mit Experten in verschiedenen Szenarien die Zukunft in mehreren Werkstätten vorausdenken möchte, kann eine kurze Beschreibung seiner Idee bis zum 31. Juli beim Landkreis einreichen. Dabei muss nichts Neues erfunden werden Im Programm "Regionale Daseinsvorsorge" wird das aufgegriffen, was Menschen bereits heute bewegt. Es sind auch unkonventionelle Ansätze gefragt.

"Mitmachen können alle, die eine Idee haben, wie die Versorgung zum Beispiel mit Kindergärten, Schulen, Ärzten, Bussen aber auch mit Straßen, Energie und Wasser in den nächsten 20 Jahren an den verändernden Bedarf angepasst werden kann", erläutert Katrin Schiddrigkeit, zuständige Projektmanagerin bei der Kreisverwaltung Elbe-Elster. "Vorschläge können Lebensraumgemeinschaften einbringen wie Vereine, Freiwillige Feuerwehren, Gewerbegemeinschaften, Interessensgemeinschaften, Nachbarschaften, Netzwerke, aber auch Städte- und Gemeindebünde, Schulen, Kindergärten, Tagespflegestätten, Ärztehäuser oder Versorgungsunternehmen für Energie, Wasser und Telekommunikation. Gefragt sind alle, die sich den Herausforderungen stellen und die Zukunft im Landkreis gestalten wollen", so Schiddrigkeit.

In dieser ersten Phase des Programms "Regionale Daseinsvorsorge" stehen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 30 000 Euro zur Verfügung. Daher gilt es, schnell eine Interessensbekundung mit ersten Ideen an den Landkreis zu senden, so die Projektverantwortliche. Diese kann als Vordruck auf der Webseite www.moro-elbe-elster.de/teilnahme heruntergeladen werden. Fragen beantwortet Katrin Schiddrigkeit (Tel. 03535 462648 oder per mail unter der Adresse moro@lkee.de).