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Wunderbare Musik aus goldenen Kehlen in Saxdorf

Saxdorf. Musik aus goldenen Kehlen – hier: golden glänzenden Posaunen – mit diesen Worten dankte Pfarrer Karl-Heinz Zahn für das schöne Konzert in der Saxdorfer Kirche inmitten blühender Rosen am Pfingstsonntag. Rosenduft, eine übervolle Kirche mit dankbarem Publikum und ein bestgestimmtes Posaunenquartett Opus 4 – dieses pfingstliche Konzert passte so ganz in die Reihe des Saxdorfer Musiksommers. Stephan Creuzburg

Mit Jörg Richter, Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Hans-Martin Schlegel durfte man Posaunisten des Gewandhausorchesters Leipzig hören, die nicht nur ihr Handwerk (Ansatz, Tonfülle und Modulation) bestens verstehen, sondern die nahezu beseelt sind von der Musik, die sie darbieten. Dass diese Meisterposaunisten gern wieder nach Saxdorf gekommen sind, betonte Jörg Richter, der Ensemble-Gründer und Erster Soloposaunist des Gewandhausorchesters.

Ob es auf den klingenden Barockposaunen Claudio Monteverdi mit einer Marienvesper, Johann Walter und andere Barockmeister waren, die vier Künstler waren ganz bewusst kein homogenes Ensemble. Sie spielten ihre so unterschiedlichen Parts gekonnt differenziert, dass man nur staunte.

Nach Heinrich Schütz war es die bekannte Toccata und Fuge d-moll von Johann Sebastian Bach - von Jörg Richter souverän für vier Posaunen eingerichtet, bei der das vor allem bei der Fuge so deutlich hörbar wurde. Jede Posaune für sich allein und dann das Zusammenspiel - einfach meisterhaft !

Wissenswert und launig moderiert, leitete Jörg Richter zum fröhlichen Teil über, der mit einer Kaffeestunde bei Anna Magdalena (Bach) des zeitgenössischen Leipziger Komponisten Bernhard Krol, der Alexanders Ragtime Band von Irving Berlin, Philipp Greley Clapp und natürlich George Gershwin bestens besetzt war. Die spürbare Spielfreude übertrug sich auf das sehr dankbare Publikum, das mit schönen Zugaben belohnt wurde.