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| 14:57 Uhr

Geehrt
Nun ist er doch einmal in den Vordergrund gestellt worden

Wolfgang Schneider (3.v.r.) ist mit der Ehrennadel des Sportbundes in Gold ausgezeichnet worden. Zu den ersten Gratulanten gehörten Karsten Eule-Prütz, Bürgermeister in Herzberg, Edgar Buchwald , Vorstandsmitglied Kreissportbund Elbe-Elster, seine Frau Hannelore, Dr. Carola Wiesner, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes (v.l.) und Frank Richter, stellvertretender  Vorsitzender des TTC Empor Herzberg.
Wolfgang Schneider (3.v.r.) ist mit der Ehrennadel des Sportbundes in Gold ausgezeichnet worden. Zu den ersten Gratulanten gehörten Karsten Eule-Prütz, Bürgermeister in Herzberg, Edgar Buchwald , Vorstandsmitglied Kreissportbund Elbe-Elster, seine Frau Hannelore, Dr. Carola Wiesner, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes (v.l.) und Frank Richter, stellvertretender Vorsitzender des TTC Empor Herzberg. FOTO: Dieter Müller
Herzberg. Wolfgang Schneider erhielt für jahrelange Arbeit die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes. Von Sylvia Kunze

Wolfgang Schneider, langjähriger Sportler, fleißige Seele und Vorstandsmitglied des Herzberger Tischtennisvereins, ist mit der Ehrennadel des Landessportbundes Brandenburg in Gold ausgezeichnet worden. Und das sogar noch ganz außerhalb der üblichen Reihenfolge. Dafür stark gemacht hat sich insbesondere Mario Lorenz. Er hat Schneider für diese besondere Auszeichnung vorgeschlagen. „Mir war bewusst, dass ich der Ehrenordnung damit widerspreche. Wolfgang hat die Ehrennadel bisher weder in Bronze noch in Silber. Ich stellte trotzdem den Antrag, weil Wolfgang Schneider in den vergangenen Jahren definitiv diese Ehrennadeln in Bronze und Silber erhalten hätte, er aber nie in den Vordergrund rücken wollte und sich lieber im Hintergrund hielt.“

Nun stand er doch einmal ganz vorn und richtig im Mittelpunkt – als er die Auszeichnung vor dem Beginn eines weiteren Turniers, welches der Herzberger Verein am Wochenende ausrichtete, entgegennahm. Die Gratulanten waren sich einig, dass dieser Sportler diese Nadel durchaus verdient hat. Immerhin widmet sich Wolfgang Schneider schon seit seiner Kindheit dem Tischtennissport. In seinem Heimatdorf Beyern nahm er bis 1971, erst als Kind und später als Erwachsener, jahrelang am Spielbetrieb teil. Um sich sportlich weiterzuentwickeln und auch Verantwortung in einem Verein zu übernehmen, wechselte er 1971 zum damaligen Empor Herzberg. Hier übernahm er sofort die Vereinsgeschicke als Vorsitzender und führte den Verein bis heute zu unzähligen Erfolgen.

Bei seiner ehrenamtlichen Arbeit steht immer das Wohl des Vereins im Vordergrund. „Vollkommen uneigennützig lehnte er bisher jede Auszeichnung ab“, berichtet Mario Lorenz. Lediglich im Jahr 2013 sagte der engagierte Sportler das erste Mal einer Ehrung des Landessportbundes zu. Er wurde Lotto-Sympathie-Gewinner „Ehrenamt im Sport“. „Er nahm diese Ehrung aber auch nur an, weil damit eine Zuwendung für Sportgeräte für den Verein einherging“, erinnert sich Lorenz.

Er sagt weiter: „Ob Trainer, Vorstandsvorsitzender, Hallenwart, ,Mädchen’ für alles, Vaterfigur, Organisator von Turnieren … ohne sein Engagement wäre der Verein nicht da, wo er heute steht. Viele Spieler aus anderen Vereinen orientieren sich am TTC, der spielstärksten Mannschaft des Kreises beziehungsweise Landes Brandenburg. Der von Wolfgang Schneider geführte Nachwuchs spielt in der Landesliga Schüler. Viele Einzelspieler konnten dem TTC Empor Herzberg Meistertitel sichern. Die 1. Männermannschaft spielt erfolgreich in der Verbandsliga.“

Seinen größten Erfolg als Vorsitzender feierte der Tischtennisspieler 2013 mit dem Aufstieg in die höchste Brandenburger Spielklasse, der Verbandsoberliga. Mit zurzeit 38 Mitgliedern hält er den Verein auf einem sehr guten betriebswirtschaftlichen Level. Er hat sich ein unerschöpfliches Netzwerk geschaffen, welches existenziell für den Verein ist. Jeden Sponsor kennt er persönlich. Und er ist ständig auf der Suche nach neuen Freunden des Vereins.

Trotz gesundheitlicher Rückschläge hat sich Schneider immer wieder in seinen Sport und die Vereinsarbeit zurückgekämpft. Auch heute noch unterstützt der 73-Jährige die 5. Herrenmannschaft in der Landesklasse mit seiner Spielkunst. Er betreut zweimal in der Woche den Nachwuchs und fährt die Kinder zu Wettkämpfen. Wolfgang Schneider sichert alle Trainingstage der Erwachsenen ab. Er besucht alle Heimspiele und macht noch sehr viel mehr für den Verein.