Die Stadt Herzberg nutzt erneut die Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam (IFK), um sich für die Zukunft besser aufzustellen. Nach dem Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung ist es nun das Projekt „Familienfreundliche Städte und Gemeinden“, das vom Sozialministerium des Landes Brandenburg gefördert wird. Das IFK nimmt dafür zwei brandenburgische Kommunen unter die Lupe, die sich bei ihren Lebens- und Entwicklungsbedingungen für Familien deutlich unterscheiden. Das ist zum einen Herzberg als „Prototyp für Mittelzentren im ländlichen Raum“, wie es das Institut formuliert, und zum anderen das ähnlich große Kremmen (Landkreis Oberhavel) als „Prototyp für grundfunktionale Schwerpunkte im erweiterten Einzugsgebiet von Berlin“.
Was soll das Projekt bezwecken? Erstmal wird analysiert, wie wirksam bereits vorhandene familienbezogene Maßnahmen in den beiden Städten sind. Dann kommen die Bürgerinnen und Bürger ins Spiel, die sich an einer Online-Befragung beteiligen und dabei auch etwas gewinnen können. Näheres dazu gibt es Ende Januar im Amtsblatt und auf der Homepage der Stadt nachzulesen, so Herzbergs stellvertretende Bürgermeisterin Stephanie Kuntze.

Wissenschaftler sollen Maßnahmen für familienfreundliches Leben ableiten

Abschließend wollen die Wissenschaftler passende Maßnahmen empfehlen, die zu mehr Familienfreundlichkeit in der Kommune beitragen können. Damit sollen zwei prototypische Strategien für eine familienfreundliche Sozialplanung entstehen, die möglichst vielen Städten und Gemeinden Anregungen bieten. Ob das nachhaltig gelingt, wird auch davon abhängen, wie die Bürger der beiden Städte sich an diesem Projekt beteiligen.