Dargeboten werden sollte diese vom Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde. Das Publikum ließ sich sofort verzaubern vom gern gehörten Mascagni-Werk "Intermezzo sinfónico". Beeindruckend, mit welcher Gefühlsbetontheit die Musiker dabei zu Werke gingen. "Klassische Evergreens" so der vielversprechende Titel der Programm-Nummern.

Weltberühmte Komponisten kamen zu Gehör und wurden mit anerkennendem Beifall belohnt. Ob Dvoráks anschmiegsame "Humoreske", der lebhafte "Ungarische Tanz Nr.5" oder der zündende "Boccacciomarsch" - den Musizierenden auf der Bühne war der Spaß am Spiel, den Zuhörern unten im Saal der Genuss beim Hören förmlich anzumerken. Sehr schön, dass man fast eine kleine Weltreise bei der Musik hat antreten können. Nach Spanien, Ungarn und Irland, über Berlin ging's dabei sogar nach Argentinien. Das kleine Orchester, diesmal alles Damen, war bestens aufgelegt. Sehr gut für das Publikum, das sich immer wieder begeistert zeigte, egal, ob bei der "Letzten Rose", den "Schlössern, die im Monde liegen" oder Elizas Geständnis "Ich hätt' getanzt heut' Nacht", ausdrucksvoll vorgestellt von der Mezzosopranistin Anna Kunze. Die Besucher wurden auch verwöhnt mit prachtvollen längst zur Welt-Musikliteratur gehörenden Stücken aus Musicals jüngerer Zeit. Kremena Andreeva Stoianov entlockte auch solistisch ihrer Violine die herrlichsten Töne. Alles in allem ein Konzerterlebnis ersten Ranges, das alle Besucher hätte höchst zufrieden nach Hause gehen lassen können. Ja hätte, wenn nicht! Was war geschehen? Erstmalig verließ das Orchester seine Plätze ohne Blumengruß für die Solisten. Genau so schlimm - vom Publikum sofort bemerkt beim Platznehmen - kein bisschen Blumenschmuck, weder echt noch künstlich. Dabei war's ein Frühlingskonzert. Zu dieser Zeit sind Blumenkinder besonders gern gesehen und nicht unbedingt teuer. Doch die gewohnte finanzielle Unterstützung der Stadt war nicht mehr möglich. Mögen die dafür Verantwortlichen alles tun, damit sich Derartiges nie mehr wiederhole! So arm sind wir doch wirklich nicht.

Polizei-Senioren bei Schützengilde 1718

Siegfried Richter aus Finsterwalde berichtet über den Ausflug der Polizei-Senioren Elbe-Elster zur Schützengilde 1718 in Kirchhain:

Uns verbindet eine lange Freundschaft. Es ist schon zur Tradition geworden, dass wir unsere bei der Polizei erlernten Kenntnisse mit der Schusswaffe auf dem Schießstand in Kirchhain prüfen. Vorsitzender Klaus Nellessen begrüßte alle Senioren und auch Ehefrauen. Vom Vorsitzenden der Schützengilde Günter Voigt wurden wir herzlich begrüßt und wir sind gern gesehene Gäste beim Schützenverein. Vor Beginn des Schießens wurden wir mit Kuchen, Torte und Kaffee von den Frauen der Frauenkompanie bewirtet. Danach begann das Schießen mit dem Klein-Kaliber-Gewehr. Es beteiligten sich außer den Männern auch Frauen am Schießen. Vom Sportleiter des Vereins, Siegmar Drews und Helfern am Schießstand war alles sorgfältig vorbereitet. Sie überwachten die Sicherheit beim Schießen. Die besten Schützen waren Georg Ringk, Gerhard Kube und Klaus Nellessen, bei den Frauen Frau Nellessen und Frau Engemann. Die Besten wurden mit einem kleinen Preis geehrt. Es wurde anschließend von einigen Senioren mit Pistole und Karabiner geschossen. Für alle war es ein angenehmer Nachmittag - sicher nicht der Letzte bei der Schützengilde.