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Podiumsdisskussion zur Landratswahl
Wirtschaftliche Situation wird kritisch betrachtet

Landrat hebt Erfolge der vergangenen Jahre hervor.

Zur aktuellen Situation im Landkreis Elbe-Elster bemängelte Peter Drenske vor allem den „krassen Abbau des produzierenden Gewerbes“. Es müsse mehr für das Handwerk getan und die Wirtschaftskraft der kleinen Betriebe wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden, sagt er.

Auch Iris Schülzke sieht in der wirtschaftlichen Entwicklung im Elbe-Elster-Kreis ein großes Problem. „Das schlechte Abschneiden im Focus-Ranking kommt nicht von ungefähr. Da muss man selbstkritisch schauen, woher das kommt“, sagte sie. Bei den Straßen habe man einen „gigantischen Nachholbedarf“. Hier müsse der Kreis mehr Druck machen, damit es beim Straßenbau schneller vorwärts geht. Als erfreulich bezeichnete sie, dass in Elbe-Elster wieder mehr Kinder geboren werden.

Aus der Sicht des Amtsinhabers verwies Christian Heinrich-Jaschinski auf fehlende Voraussetzungen in der Infrastruktur, die sich im Ranking von vornherein negativ für den Kreis auswirkten. Er erinnerte aber daran, dass die Arbeitslosigkeit vor acht Jahren bei 14 bis 15 Prozent lag. Heute seien es 7 Prozent. Mit Hilfe der Kommunen sei es gelungen, den Kreishaushalt zu sanieren, und die kreislichen Eigenbetriebe würden beispielhaft arbeiten. Auch die Sicherung des schon abgeschriebenen Bundeswehrstandortes vor einigen Jahren sei eine riesige Leistung vieler Akteure gewesen.