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Elbe-Elster
Wirtschaftliche Unternehmen des Landkreises sind gut aufgestellt

Geselligkeit und Gemütlichkeit werden groß geschrieben im Seniorenzentrum "Albert Schweitzer" wie hier beim Herbstfest in der Herzberger Einrichtung vor einigen Tagen.
Geselligkeit und Gemütlichkeit werden groß geschrieben im Seniorenzentrum "Albert Schweitzer" wie hier beim Herbstfest in der Herzberger Einrichtung vor einigen Tagen. FOTO: Seniorenzentrum/Ott
Elbe-Elster. Wie sieht es aus in den der wirtschaftlichen Unternehmen des Landkreises Elbe-Elster? Der Landrat informierte den Kreistag zu den Ergebnissen im Jahr 2016. Birgit Rudow

Der Landkreis Elbe-Elster unterhält mehrere wirtschaftliche Unternehmen. Das sind die beiden Eigenbetriebe Kreisstraßenmeisterei und Rettungsdienst und die Eigengesellschaften Elbe-Elster-Klinikum, Seniorenzentrum "Albert Schweitzer" gGmbH sowie die VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH. Außerdem unterhält der Kreis Anteile an der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH (74 Prozent), der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH (20 Prozent) und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (1,85 Prozent).

Jährlich informiert der Landrat den Kreistag über die aktuellen geprüften Jahresabschlüsse der wirtschaftlichen Unternehmen des Kreises. Zur Kreisausschusssitzung am 25. September und zur Kreistagssitzung am vergangenen Montag legte er seinen Bericht zu den Abschlüssen 2016 vor. Dem sind folgende Angaben zu entnehmen:

Der RettungsdienstDer Rettungsdienst unterhält im Landkreis zehn Rettungswachen (Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Elsterwerda, Finsterwalde, Großthiemig, Herzberg, Sonnewalde, Uebigau, Weinberge und Werchau) sowie drei Notarztstandorte. Das Betriebsergebnis des Rettungsdienstes lag 2016 laut Bericht mit 1,632 Millionen Euro deutlich über dem des Vorjahres. 2015 betrug es 1,04 Mio. Euro. Begründet wird das Ergebnis mit einer deutlich gestiegenen Zahl der Rettungseinsätze bei nur geringfügig gestiegenen Aufwendungen. Rettungstransportwagen, Krankentransportwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Notarztpauschalen verzeichnen für das vergangene Jahr 21 322 gefahrene Einsätze 2015 waren es 20 597. Der Rettungsdienst hat im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von 68 500 Euro erwirtschaftet.

Insgesamt wurden 2016 Investitionen in Höhe von 723 000 Euro getätigt. Es wurden drei Rettungstransportwagen sowie medizinische Geräte für 643 000 Euro als Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erworben. Für Erweiterungsinvestitionen an Medizintechnik wurde ein KfW-Darlehen von 80 000 Euro verwendet.

Die Zunahme an Einsätzen hat sich auch im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt. Per 30. Juni weist der Rettungsdienst einen Überschuss von 33 400 Euro auf. Mit dem Bau der Rettungswache Herzberg wurde begonnen.

Die Kreisstraßenmeisterei Die Kreisstraßenmeisterei betreut ein Straßennetz mit 59 Kreisstraßen in einer Gesamtlänge von 235 Kilometern einschließlich der dazugehörigen Nebenanlagen sowie 5,3 Kilometer Radwege. Zum zu betreuenden Bestand gehören auch 40 Brücken und 424 Durchlässe. Die Kreisstraßenmeisterei führt Wartungs-, Reparatur- und Pflegearbeiten einschließlich Winterdienst an und auf den Kreisstraßen durch.

Die Prüfer haben dem Betrieb eine gute Bilanzstruktur und Liquidität bescheinigt. Die Prüfung für das Wirtschaftsjahr 2016 ergab keine Einwendungen. Für 2016 wird ein Fehlbetrag von 78 000 Euro ausgewiesen. Geplant war sogar ein Fehlbetrag von 158 000 Euro. Der geplante Materialaufwand ist 2016 weit überschritten worden, weil etwa 250 Tonnen Asphalt als Sondermüll entsorgt werden mussten. Das hat 49 000 Euro gekostet. 2016 wurden in der Kreisstraßenmeisterei 254 000 Euro investiert. Per 30. Juni 2017 wird ein Überschuss von 88 000 Euro ausgewiesen.

Das Elbe-Elster-KlinikumAuch dem Elbe-Elster-Klinikum bescheinigen die Prüfer für das Jahr 2016 eine gute Arbeit. Das Klinikum hat zum 31. 12. 2016 einen Überschuss von 1,3 Millionen Euro ausgewiesen. Die Auslastung lag bei 77 Prozent - im Krankenhaus Elsterwerda bei 85 Prozent, im Krankenhaus Finsterwalde bei 80 Prozent und im Krankenhaus Herzberg bei 69 Prozent. Investiert wurden im vergangenen Jahr 2,955 Millionen Euro in Baumaßnahmen, medizinische Geräte und Informationstechnologie.

Die Elbe-Elster Klinikservice GmbH weist für 2016 einen Überschuss von 5 000 Euro und die Elbe-Elster MVZ GmbH einen Überschuss von 47 000 Euro auf.

Per 30. Juni 2017 hat das Klinikum einen Überschuss von 608 000 Euro vorzuweisen. Die Auslastung liegt bei 79 Prozent - 89 Prozent in Elsterwerda, 82 Prozent in Finsterwalde und 71 Prozent in Herzberg.

Das Seniorenzentrum "Albert Schweitzer"Die Seniorenzentrum "Albert Schweitzer" gGmbH weist für 2016 einen Überschuss von 571 000 Euro aus. Geplant waren 372 000 Euro. In den drei Häusern sind 334 Mitarbeiter in Voll- bzw. Teilzeit beschäftigt. Die Auslastung der drei Häuser im stationären Bereich in Herzberg, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde liegt zwischen 93 Prozent und 95 Prozent.

Nach dem ersten Halbjahr 2017 kann die Seniorenzentrum "Albert Schweitzer" gGmbH auf einen Überschuss von 862 000 Euro verweisen. Hier wirkt sich die Umwandlung von Pflegestufen in Pflegegrade positiv aus. Ab dem Jahr 2018 ist der Trend offen. Zumal Personal eingestellt werden muss, um dem Pflegeschlüssel gerecht zu werden.

Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbHFür das Jahr 2016 weist die Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH einen Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro aus. Die Prüfer weisen auf eine Wertberichtigung der Finanzanlage Nahverkehrsgesellschaft im Juni hin, ohne die ein Überschuss von 600 000 Euro zu Buche stehen würde. Höhere Umsatzerlöse wurden aus der Schülerbeförderung und dem Linienverkehr erzielt. Die Bilanzstruktur und die Liquidität der Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH werden als gut eingeschätzt. Auch die Prüfung der Nahverkehrsgesellschaft für 2016 verlief ohne Beanstandungen. Hier wird ein Überschuss von 146 000 Euro ausgewiesen. Die Dienstleistungen im Linienverkehr sind 2016 um 2,3 Prozent gestiegen. Im Miet-, Gelegenheits- und Freistellungsverkehr um 34 Prozent. 2016 wurden drei Standard-Busse und ein Midi-Bus angeschafft.

Regionale Wirtschaftsförderungs GmbHFür 2016 wurde laut Planung ein Fehlbetrag von 59 000 Euro erwartet, geworden sind es 100 000 Euro. Grund war eine nicht geplante Standortanalyse. Die Regionale Wirtschaftsförderungs GmbH hat 2016 Erträge in Höhe von 465 000 Euro erzielt. Die Prüfung des Jahresabschlusse ergab keine Einwendungen.

Im Mai 2016 ist die neu gebaute Rettungswache in Doberlug-Kirchhain offiziell in Betrieb gegangen.
Im Mai 2016 ist die neu gebaute Rettungswache in Doberlug-Kirchhain offiziell in Betrieb gegangen. FOTO: Gabi Böttcher