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| 12:55 Uhr

Firmenstrategie: Immer mit dabei sein
Uebigauer schrauben an der E-Mobilität

Ladesäulen für E-Mobilität gehören mit zu den neusten Produkten, die die UESA-Werkhallen verlassen, hier im Bild Steffen Ruben bei der Montage.
Ladesäulen für E-Mobilität gehören mit zu den neusten Produkten, die die UESA-Werkhallen verlassen, hier im Bild Steffen Ruben bei der Montage. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Uebigau. Schaltanlagenbaufirma ist ganz nah am Thema dran und baut neues, Erfolg versprechendes Geschäftsfeld auf. Von Sylvia Kunze

E-Mobilität ist längst in aller Munde. Fahrzeugbauer legen vor. Was großflächig fehlt, ist die Ladeinfrastruktur. Und bei der kommen mehr und mehr die Schaltanlagenbauer der Uebigauer Uesa GmbH ins Spiel. E-Mobilität ist für sie schon seit ein paar Jahren nicht einfach nur ein Schlagwort, sondern sie wird mehr und mehr zu einem ernst zu nehmen und angesichts der national und international anstehenden Investitionserfordernisse in diesem Bereich ein Erfolg versprechenden Geschäftsfeld des mittelständischen Unternehmens.

Aus der einen Ladesäule, die vor einigen Monaten öffentlichkeitswirksam an der Brikettfabrik „Louise“ eingeweiht wurde, und die sozusagen als offizieller Startschuss in dem Betätigungsfeld gesehen werden darf, sind längst weitere geworden. Sie fanden zum Beispiel Platz in Parkhäusern und in Kfz-Werkstätten. Zum neuen Kundenkreis gehören unter anderem Baumärkte, Hotels und E-Auto-Besitzer. Für ihn halten die Uebigauer Schaltanlagenbauer inzwischen verschiedene Ladeboxmodelle bereit. Zehn Mitarbeiter im Außendienst sind landauf, landab unterwegs.

Aber die Uebigauer Schaltanlagenbauer liefern noch mehr. „Wir bieten E-Mobility von der Planung bis zur Ladebox - alles aus einer Hand“ heißt es in einem aktuellen Werbeprospekt. „Das ist das, was viele Partner an unserem kleinen mittelständischen Betrieb schätzen. Wir können uns den Wünschen anpassen und individuelle Lösungen anbieten. Unser Portfolio reicht von der Stromverteilung bis zur Abnahme. Das ist unsere Chance“, sagt Junior-Geschäftsführer Michael Hoffmann, der für den sich neu aufbauenden Geschäftsbereich verantwortlich zeichnet und volle Rückendeckung vom Senior-Geschäftsführer Helmut Hoffmann hat. Dessen Devise: „Es ist wichtig, dabei zu sein.“ Zumal man „alle wichtigen Komponenten ohnehin schon im Produktionsprofil“ des Unternehmens hat. Und jede einzelne Komponente trägt letztlich das Uesa-Logo in die Welt. Jede einzelne sei Referenz für den Betrieb.

Die Firmenchefs sind sich einig, dass die E-Mobilität ganz am Anfang steht und wollen den Fuß in der Tür haben. Ein Dresdner Partnerunternehmen steht ihnen bei der Sekundärtechnik zur Seite. Gemeinsam sucht man den Weg in die sich neu öffnenden Märkte. Auch mit der BTU Cottbus wurde zusammengearbeitet, um an „Entwicklungsarbeit“ zu kommen. Die könne man vor Ort nicht in ausreichendem Maße allein leisten, dazu brauche man Partner, so Helmut Hoffmann.

Die Uebigauer selbst konzentrieren sich auf ihre eigenen Kompetenzen wie beispielsweise Blechverarbeitung, Gehäuseentwicklung und Trafostationsbau. Und strecken immer wieder ihre Fühler aus, um am Thema dran zu bleiben, zum Beispiel bei der Hannover-Messe, bei Hausmessen im Großhandel und anderen Gelegenheiten. Der Erfolg bleibt nicht aus. Uebigauer Know How ist zum Beispiel auch beim zukunftsweisenden Pilotprojekt E-Highway gefragt, ist zu hören.

„E-Mobilität ist für unser Unternehmen ein sehr wichtiges Geschäftsfeld“, bekräftigt Michael Hoffmann. Bei dem es nicht nur um die Ladesäulen allein für Pkw und E-Bikes gehe, sondern um einen noch nicht absehbar zukünftig großen Bedarf, zum Beispiel im öffentlichen Personennahverkehr. Da sei man ebenfalls im Gespräch und arbeite mit Großunternehmen wie Siemens und Schneider als Partner in Sachen Gehäusekonstruktion, Montage und Ingenieursleistungen auf Elektro-Ebene zusammen.

Um modern und flexibel agieren zu können, werde jährlich etwa eine Million Euro in den Maschinenpark investiert. Auch in Sachen Ausbildung und Qualifizierung werde z.B. mit Modulen und Schulungen, bei Diplomarbeiten der Werksstudenten oder anderen Gelegenheiten immer mehr Augenmerk auf den neuen Geschäftsbereich gelegt.

E-Mobilität braucht "Tankstellen". Die Uebigauer UESA GmbH hat das schon vor Jahren erkannt und wartet inzwischen mit einer eigenen Produktvielfalt auf, hier im Bild an einer Station zur gleichzeitigen Ladung von bis zu vier Pkw bzw. Pedelecs, E-Rollern und anderen Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Produktmanager Ricardo Auge, Geschäftsführer Michael Hoffmann und Key Accounter E-Mobilität Torsten Eulitz (v.l.) sind sich sicher, dass dieses Produktionssegment erst ganz am Anfang steht und immense Entwicklungsmöglichkeiten bereithält.
E-Mobilität braucht "Tankstellen". Die Uebigauer UESA GmbH hat das schon vor Jahren erkannt und wartet inzwischen mit einer eigenen Produktvielfalt auf, hier im Bild an einer Station zur gleichzeitigen Ladung von bis zu vier Pkw bzw. Pedelecs, E-Rollern und anderen Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Produktmanager Ricardo Auge, Geschäftsführer Michael Hoffmann und Key Accounter E-Mobilität Torsten Eulitz (v.l.) sind sich sicher, dass dieses Produktionssegment erst ganz am Anfang steht und immense Entwicklungsmöglichkeiten bereithält. FOTO: LR / Sylvia Kunze