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| 15:57 Uhr

Von der Verbandsversammlung
„Gesicherte Liquidität“ beim HWAZ

Herzberg. Wirtschaftsplan des Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes 2018 beschlossen. Von Sylvia Kunze

In der Verbandsversammlung des Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes (HWAZ) ist am Montagabend einstimmig der Wirtschaftsplan für 2018 beschlossen worden. Die Zustimmung maßgeblich befördert haben dürften zwei Kernaussagen von HWAZ-Geschäftsführer Mario Kestin. Der bescheinigte dem Verband nicht nur eine „gesicherte Liquidität“ für die nächsten Jahre, sondern auch positive Zahlen sowohl im Bereich Trink- als auch im Bereich Abwasser.

Wie Gabriele Laue, kaufmännische Leiterin des Wasser- und Abwasserzweckverbandes, auf Nachfrage erläutert, habe sich die Abnahme von Trinkwasser sowie das Entsorgen von Abwasser in den zurückliegenden Jahren auf annähernd gleichen Werten eingependelt. „Wir verzeichnen ein etwa gleiches Niveau“, berichtet sie, weshalb auch der Trinkwasserpreis stabil bleibe und die Abwassergebühren nach aktueller Kalkulation und ebenfalls am Montagabend beschlossener Satzung ab dem nächsten Jahr nur im Centbereich steigen werden.

Sinkende Umsatzerlöse, die sich laut Gabriele Laue im Wesentlichen in rückläufigen Auflösungen von Sonderposten für Ertragszuschüsse begründen und an dieser Stelle nicht beeinflussbar seien, würden soweit wie möglich durch Kosteneinsparungen abgefangen, damit der Verband nicht in die roten Zahlen rutsche und weiterhin auf gesunden Füßen stehe.

2018 soll weiter kräftig investiert werden. Knapp 1,5 Millionen Euro sind dafür veranschlagt und sollen ohne weitere Kreditaufnahme finanziert werden: rund 800 000 Euro im Bereich Trinkwasser (davon fast 500 000 Euro Überhang, also geplanter und noch nicht fertiggestellter Vorhaben aus diesem Jahr) und weitere rund 700 000 Euro im Bereich Abwasser (der Überhang aus 2017 beträgt hier etwas mehr als 300 000 Euro).

HWAZ-Chef Mario Kestin macht deutlich, dass die zentrale Abwassererschließung im Verbandsbereich weitgehend abgeschlossen ist. Neuerschließungen seien vorerst nicht zu erwarten. Vielmehr liege der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auf dem Erhalt und der Erneuerung der bestehenden Anlagen. Schwerpunkte sind dabei die Pflege und das Fortschreiben der Software für die Bedienung und Steuerung der Kläranlagen und Pumpwerke, die Ausstattung, Ergänzung oder der Ersatz von Arbeitsgeräten für Kläranlagen, Kanalnetze und Pumpwerke sowie die Abwasserreinigungsanlagen selbst. So seien in den Kläranlagen des Verbandes verschiedene, inzwischen verschlissene Anlagenteile zu erneuern. Besonderer Aufwand solle dabei in den Kläranlagen in Herzberg und Uebigau betrieben werden, während man in Schönewalde, Hohenbucko und Züllsdorf im Jahr 2018 nur kleinere Maßnahmen plane.

Wichtige Positionen seien aber auch das Herstellen von Hausanschlüssen, unvorhergesehene Aktivitäten bei Havarien und Straßenbau, Schutzmaßnahmen an Schächten vor Betonkorrosion, Geruchssperren und Verschlusssysteme für Kanalschächte und die Sanierung von Pumpwerken bzw. Aggregaten in Pumpwerken.

Große Aufmerksamkeit wird weiter der Sanierung der Altkanäle in der Stadt Herzberg und in den Städten Falkenberg und Uebigau gewidmet. Während man in Herzberg beim Erfassen und Bewerten von Schadensbildern ist, um eine Sanierungsstrategie für die folgenden Jahre zu erarbeiten, wird in Falkenberg und Uebigau schon kräftig gearbeitet. In Falkenberg befindet sich der Verband 2018 im Sanierungsabschnitt 7 (Karl-Marx-Straße/Clara-Zetkin-Straße) und damit auf der Zielgeraden. Insgesamt neun Abschnitte sind geplant. In Uebigau soll eine erste Zustands­erfassung von Kanalabschnitten, die älter als 20 Jahre sind, erfolgen. Zielstellung ist, so ist dem Wirtschaftsplan zu entnehmen, dass die Sanierungsprogramme in der Stadtlage Falkenberg und Uebigau je nach finanzieller Situation auch in den Folgejahren fortgeführt und bis zum Jahr 2020 weitgehend abgeschlossen werden.

Die Schwerpunkte bei der Sanierung/Erneuerung von Kanalnetzen in den übrigen Bereichen sollen sich im nächsten Jahr auf die Stadt Schönewalde und den Falkenberger Ortsteil Schmerkendorf konzentrieren, wo planerische Grundlagen für anstehende Arbeiten in Teilbereichen der dortigen Kanalisationsnetze geschaffen werden.

Sanierung und Erhalt des Bestehenden Netzes und der Anlagen ist 2018 ebenso im Trinkwasserbereich das Maß der Dinge.