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| 11:09 Uhr

Wetterrückblick März 2018
Winterspaziergang im Frühjahr – Hoch Hartmut machte es möglich

Am 7. März Neuschnee: die Scheidelache in winterlicher Pracht.
Am 7. März Neuschnee: die Scheidelache in winterlicher Pracht. FOTO: Dieter Lehmann
Falkenberg. Der Monat März war insgesamt zu kalt und brachte sogar mehrfach Schnee. An Sonnenstunden hat es dennoch nicht gemangelt – ein Wetterrückblick. Von Dieter Lehmann

Zu Beginn des Monats März befand sich Deutschland durch das Hochdruckgebiet „Hartmut“ in einer sehr kalten nordöstlichen Strömung. Vom 1. bis zum 3. März lagen in Falkenberg die nächtlichen Tiefstwerte unter minus 10 Grad. Auch tagsüber kletterte das Thermometer nicht über 0 Grad Celsius (°C) – also Tage mit Dauerfrost! In der Nacht zum 7. März fiel dann sogar Neuschnee.

In Falkenberg gab es Schneehöhen bis zu 15 Zentimeter, mit Schneeverwehungen stellenweise sogar bis 40 Zentimeter. Das war für mich ein Tag, wie geschaffen zu einer Winterwanderung. Ich stapfte im samtweichen Neuschnee quer durch den „Schweinert“, das ausgedehnte Waldgebiet nördlich von Falkenberg. Der Kiebitzer See war fast flächendeckend zugefroren. Nur im nördlichen Teil war eine Fläche überraschend eisfrei geblieben. Dort saßen am Eisrand Hunderte Stockenten und  mehrere Graugänse. Im Wasser schwammen ein Höckerschwan, sieben nordische Gänsesäger und sogar ein Haubentaucher-Pärchen.

Erst zu Beginn des zweiten Monatsdrittels stellte sich vorübergehend ein Hauch von Frühling ein, bevor das Skandinavien-Hoch „Irenäus“ mit eisigem Nordostwind erneut zu tief winterlichen Verhältnissen führte. In der letzten Monatsdekade sorgten dann Tiefdruckgebiete für die Zufuhr milderer Luft aus Westen.

Insgesamt war der März zu kalt, und auch die Niederschläge blieben unter den monatlichen Durchschnittswerten. Mit 2,5 °C lag die Temperatur um 1,0 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Am 2. März war es in Barth, westlich von Stralsund, mit -19,2 °C bundesweit am kältesten. Am 11. März wurde in Olbersleben, nördlich von Weimar, mit 20,3 °C die höchste Temperatur des Monats gemessen.
Die Niederschlagsmenge im Land Brandenburg betrug knapp 60 Liter pro Quadratmeter und lag damit sogar deutlich über dem Monatsdurchschnitt von 36 l/m². Auch bezüglich der Sonneneinstrahlung konnten wir uns nicht beklagen. Mit rund 125 Stunden Sonnenschein lagen wir über dem Bundesdurchschnitt.

Die Osterfeiertage über das Monatsende hinweg brachten uns sehr wechselhaftes Wetter. Von einem Frühlingsbeginn war nur wenig zu spüren. Aber das wird uns mit Sicherheit der April bringen. Denn April, April, der weiß, was er will!