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| 14:09 Uhr

Baugeschehen
Wiederau: Ende des Brückenbaus ist noch immer nicht in Sicht

Die Arbeiten an der neuen Brücke bei Wiederau ziehen sich weiter in die Länge.
Die Arbeiten an der neuen Brücke bei Wiederau ziehen sich weiter in die Länge. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Der Ersatzneubau der Brücke über den Mühlgraben bei Wiederau zieht sich weiter in die Länge. Ein Ende, das laut dem Bauherren, das ist der Landkreis Elbe-Elster, nach ersten Aussagen für Ende August und laut Baustellenschild wenigstens für Ende September angekündigt war, ist noch immer nicht in Sicht.

Selbst der schon auf Ende Oktober verschobene Fertigstellungstermin konnte nicht gehalten werden.

Wann wird es denn nun endlich? — fragt nicht nur Leser Albrecht Ruhl, der sich angesichts der fehlenden Information an die Bürger, wann denn nun das Bauende sein werde und die Umleitung wieder aufgehoben werden könne, sehr ärgert. „Der Bauendtermin wird dieses Jahr angestrebt, sofern die Witterung und der Bauablauf dies zulassen“, erfährt man auf Nachfrage im Landratsamt. Pressesprecher Thorsten Hoffgaard versucht zu erklären: „Die verzögerten Brückenbauarbeiten über den Mühlgraben bei Wiederau hängen mit der momentanen Baukonjunktur zusammen. Die Bauwirtschaft brummt, und das wirkt sich auf den Baufortgang aus. Es gibt teilweise Materiallieferprobleme, und es sind mehrere Subunternehmen eingebunden, was den Bauablauf erschwert und zu vielen kleinen Bauverzögerungen führte.“

Albrecht Ruhl beschäftigt aber noch ein Detail, welches er auf der Baustelle entdeckt hat. „Links und rechts sind breite Fußgängerplattformen, obwohl kein Fußweg bzw. Radweg existiert! (...) Pure Steuerverschwendung“, schimpft er in einer E-Mail an die Redaktion. Der Pressesprecher der Kreisverwaltung hat auch dazu in der Fachbehörde Informationen eingeholt und erläutert: „Weder ein Geh- noch ein Radweg sind auf der Brücke vorgesehen. Es handelt sich um einen vorläufigen Bauzustand. Es folgen noch sogenannte Schutzkappen (betonierte Seitenstreifen, die nicht befahrbar und begehbar sind. Darauf werden Schutzplanken montiert). Am Ende bleibt die normale Fahrbahnbreite übrig, der Rest gehört zum Brückenbauwerk.“

(red/sk)