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| 01:12 Uhr

Wieder toller Erfolg für Yvonne Sehmisch

Herzberg.. Bei der Umfrage zur Wahl der Cottbuser Sportler 2003, initiiert von der Lausitzer RUNDSCHAU und Antenne Brandenburg, hat die Behindertensportlerin Yvonne Sehmisch aus Herzberg bei den Frauen wie schon im Jahr zuvor den dritten Platz belegt. Foto: Archiv

Die RUNDSCHAU sprach mit ihr über diesen tollen Erfolg.

Frau Sehmisch, eine Herzbergerin wird als drittbeste Cottbuser Sportlerin des Jahres geehrt, wie geht denn das„
Die Antwort ist ganz einfach. Ich starte für den LC Cottbus.

Überrascht Sie Ihre Popularität in Cottbus“ Vor Ihnen liegen ja nur die Hochspringerin Katja Schötz und die Radfahrerin Trixi Worrack.
Mich überrascht das insofern, weil Herzberg ja ein ganz schönes Stück von Cottbus weg ist. Ich wusste nicht einmal, dass ich nominiert bin. Und Behindertensportler haben es eh schon nicht leicht, ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Deshalb freut es mich auch besonders, so weit vorn zu sein.

Ihre sportlichen Leistungen rechtfertigen diese Auszeichnung aber allemal.
Es sieht so aus. Bei den Europameisterschaften im niederländischen Assen konnte ich im vergangenen Jahr den Vize-Europameistertitel über 400 und 100 Meter erringen. Über 200 und 1 500 Meter erkämpfte ich mir die Bronze-Medaille. Der größte Erfolg war für mich aber der Sieg beim Berlin-Marathon. Er ist der prestigeträchtiste Marathon und zählt für uns Rollstuhlfahrer gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft.

Ihre Ehrung konnten Sie am Freitag in Cottbus aber nicht selbst entgegennehmen.
Nein, das hat mein Bruder und Trainer Torsten für mich gemacht. Ich bin Sprecher der Nationalmannschaft und war in Sachen Nationalteam unterwegs.

Auf das im Sommer ja auch der Jahreshöhepunkt wartet.
Genau. Wir haben ein olympisches Jahr, und da ist die Teilnahme an den Paralympics, die am 13. September in Athen beginnen, natürlich auch mein Ziel.

Auf welchen Strecken möchten Sie an den Start gehen„
Auf den Sprintstrecken, also 100, 200 und 400 Meter. Die Qualifikation für die 100 Meter habe ich schon in der Tasche. Sie eröffnet mir auch den Weg zu den anderen Strecken. Dennoch muss ich natürlich hart trainieren, denn ich will auch die anderen Normen schaffen.

Sie arbeiten bei der Bundeswehr in Holzdorf. Bleibt da genug Zeit für den Sport“
Man ist bei der Bundeswehr mir gegenüber sehr kulant. Ich kann zum Beispiel auch die Sportanlagen zum Trainieren benutzen.

Es fragte Birgit Rudow.