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| 01:09 Uhr

Wie sind die Uebigauer wirklich?

Herzberg/Uebigau.. „Ich kenne Uebigau sehr genau. L. Günther

Und ich liebe diese Stadt und ihre Bewohner“ , sagt Stephanie Kammer, in deren Händen seit dem vergangenen Jahr die Redaktion für den „Heimatkalender für die Region Herzberg“ liegt, und sie fügt hinzu: „Im nächsten Sommer werde ich wieder mit dem Fahrrad nach Uebigau fahren, ein Eis essen und die schöne Landschaft ringsum genießen.“ Nur schwer nachvollziehen kann sie jetzt die Aufregung, die nach dem Erscheinen des Kalenders 2005 im Zusammenhang mit einem kleinen satirischen Artikel der Schülerin Jasmin Eppert aufgekommen ist. Vor allem natürlich die Uebigauer selbst fühlen sich darin zu negativ dargestellt und protestieren heftig dagegen (siehe auch Seite 15 unserer heutigen Ausgabe).
Auch Jasmins Deutschlehrerin am Falkenberger Gymnasium, Heike Drobner-Dechering, vertrat gegenüber der RUNDSCHAU die Auffassung, dass man mit dem Stilmittel der Satire durchaus einen literarischen Farbtupfer in eine Schrift wie den Kalender bringen könne, zumal man sich im Unterricht mit Texten von Tucholsky oder Kästner beschäftigt habe, die auch immer aus ihrer ganz individuellen Weltsicht heraus geschrieben haben und dabei häufig noch deutlich härter zur Sache gegangen seien.
Es sei doch zu begrüßen, dass sich junge Leute gerade heute mit eigenen Betrachtungsweisen zu Wort melden und dabei entsprechend jugendfrisch zu Werke gingen. Auf jeden Fall sei das besser, so die Lehrerin, als wenn sie sich nur aus den Versatzspruch „weisheiten“ von Stefan Raab oder von Comedian Ingo Appelt bedienten.
Sowohl Heike Drobner-Dechering als auch Stephanie Kammer hoffen darauf, dass sich die Aufregung in Uebigau nun nicht gegen die Schülerin Jasmin Eppert oder gar deren Familie richtet.