Von Sylvia Kunze

Herold Quick, Bürgermeister in  Falkenberg und Sprecher des angestrebten Verwaltungszusammenschlusses der vier Städte Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück, glaubt fest daran, dass es gelingen kann, zum 1.1.2020 zusammenzugehen und eine neue Verwaltungseinheit — die Verbandsgemeinde Liebenwerda — zu bilden. Schließlich laufen alle nötigen Vorarbeiten auf Hochtouren und nach seiner Einschätzung durchaus auch gut.

Nächster wichtiger Meilenstein wird der gemeinsame Fusionsvertrag, an dem seit Monaten bereits mit Hochdruck gearbeitet wird. Jede Stadt setze sich damit sehr intensiv auseinander. Erste Werkstattgespräche hätten bereits in Bad Liebenwerda, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück stattgefunden. Dort sei man weitgehend durch. In Falkenberg soll solch eine erörternde Runde am 29. Januar folgen. Quick findet es wichtig und gut, dass jeder der vier Partner genau hinschaue. „Bei dem Vertrag geht es ums Eingemachte“, bestätigt er. Unter anderem darum, weil festgezurrt wird, wie man Arbeitsfelder wie Feuerwehr, Kitas und Schulen, alle zukünftig auf Verbandsgemeindeebene angesiedelt, weiterführen will.  Da gebe es viele Fragen, Änderungswünsche und Diskussionsbedarf. Besonders das Thema Feuerwehr sei ein echter Brocken. „Wir haben zu spät das Gespräch mit den Kameraden gesucht“, gesteht Quick selbstkritisch ein. Aber auch die sind nun mit im Boot.

Bis März soll der Fusionsvertrag unterschriftsreif sein. In einer gemeinsamen Versammlung aller vier Stadtverordnetenversammlungen soll er zur Abstimmung aufgerufen werden. So jedenfalls lautet bis jetzt der Plan. Der Vertrag selbst bildet die rechtliche Grundlage zur beabsichtigten Bildung der Verbandsgemeinde.

Zudem, so berichtet der Kurstadtregion-Sprecher, laufe viel hinter den Kulissen auf Verwaltungsebene. Dazu gehöre zum Beispiel der regelmäßige Kontakt mit dem Innenministerium, von dem große Unterstützung komme. Dazu gehören aber auch unzählige vorbereitende Arbeiten. „Rund 20 Prozent der Arbeitszeit der meisten Verwaltungsangestellten“, schätzt Quick ein, „hat momentan irgendwie was mit Kurstadtregion zu tun“. Und: „Wir haben noch längst nicht auf alle Fragen eine Antwort. Außerdem werden wir ganz gewiss im weiteren Verlauf des Prozesses auf Fragen stoßen, an die wir heute noch gar nicht denken. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

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