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Wettstreit auf Pferderücken neu belebt

Lina-Enya Freywald freute sich auf den Führzügelwettbewerb, der kostümiert ausgetragen worden ist.
Lina-Enya Freywald freute sich auf den Führzügelwettbewerb, der kostümiert ausgetragen worden ist. FOTO: Stephanie Kammer
Arnsnesta. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren fanden in Elbe-Elster wieder Kreismeisterschaften im Kinder- und Jugendreitsport statt. Im Rahmen des Reit- und Springturniers in Arnsnesta gingen am Wochenende so seit langem 35 begeisterte Kinder unter 18 Jahren an den Start. Stephanie Kammer

Eine prima Wiederbelebung, die auch den Schirmherrn des Turniers Landrat Christian Heinrich-Jaschinski freute.

"Wir haben uns gefragt, warum seit über zehn Jahren Meisterschaften für Kinder und Jugendliche nicht mehr ausgerichtet werden", blickte Julia Lehmann, die den Guts- und Reiterhof Adlernest in Arnsnesta betreibt und im fördernden Pferdesportverein aktiv zupackt, auf die Anfänge im vergangenen Jahr zurück. "Deshalb kamen wir ins Gespräch mit dem Kreisreiterverband und entschieden uns, das Reit- und Springturnier für Kinder zu öffnen und die Meisterschaft auszurichten", so die Pferdefachfrau weiter.

Die ersten Vorbereitungen begannen bereits im Oktober. Sechs Wochen vor dem Turnier ging es dann in die heiße Phase. Verbände mussten informiert, Teilnehmer und Sponsoren gewonnen, Unterstützer gefunden, Versorgung und Wettkampfabläufe sichergestellt werden. Reiter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg reisten an und legten tolle Leistungen vor. "Das Ganze ist schon ein Parforceritt für den Verein. Die Bereitschaft mitzumachen ist da, dafür sind wir mehr als dankbar", lobte Julia Lehmann die vielen Vereinsfreunde und Freiwilligen, die während des gesamten Wochenendes im Einsatz waren. "Die große Resonanz freut uns. Dennoch müssen wir Acht darauf geben, uns nicht völlig zu verausgaben. Wir hoffen, pferdeaffine Bundesfreiwillige zu finden, um den enormen Aufwand auf breitere Schultern zu verteilen", blickte Julia Lehmann auf bevorstehende Turnierauflagen.

Das muss gelingen. Denn der Erfolg des Turniers spricht für sich. 370 Starts von über 100 Reitern, davon 35 Kinder in unterschiedlichen Disziplinen - beispielsweise im Springen, Führzügelwettbewerb, in Dressur. Im Süden Brandenburgs ist das ein großartiges Ereignis. "Wir werden Möglichkeiten finden, hier zu unterstützen", versicherte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Erfreulicherweise sind auch etliche Sponsoren aus der Region mit im Boot, sodass die Veranstalter guter Dinge auf 2018 blicken. Das Vergnügen bei Kindern und Reitsportfreunden soll im Vordergrund stehen, sodass sie stolz auf dem Pferderücken ihre Wettbewerbe absolvieren, so wie sie es mögen. Gerne auch als Eiskönigin, Inspektor Gadget oder Tinkerbell.