Von den vier Jahreszeiten hat der Herbst seinen ganz besonderen Charakter. Die Vielfalt der Farben in der Natur – gelb, rot und braun in allen Schattierungen – lässt uns erkennen, dass wieder einmal ein Jahr zu Ende geht. Deshalb stellt sich mit all dieser feurigen Farbenpracht auch eine gewisse Melancholie bei uns Menschen ein: Nichts ist unendlich ...

Der Herbst 2019 war wettertechnisch durchschnittlich, wenn auch wieder einmal leicht zu warm. Es gab einen ständigen Wechsel zwischen warmen und kühleren Perioden. Mit 10,1 Grad Celsius lag der diesjährige Herbst um 1,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode. Vom 12. bis zum 15. Oktober konnten wir sogar noch Sommertage mit über 25 °C erleben. Am Sonntag, den 13. Oktober, kletterte mein Thermometer in Falkenberg am Nachmittag bis auf 25,2 Grad. Die Strände am Kiebitzer See waren mit Badegästen dicht gefüllt.

Doch während es im Oktober in den von uns westlich liegenden Teilen Deutschlands zu flächendeckenden Regenfällen kam, blieb es in unseren Regionen leider auch weiterhin viel zu trocken. Das Land Brandenburg war mit seinem Temperaturdurchschnitt von 10,7 °C das wärmste Bundesland im Herbst 2019 aber zugleich auch das niederschlagsärmste.

Das wärmste Bundesland

Dann folgte ein überwiegend milder November. Hoch- und Tiefdruckgebiete wechselten in rascher Folge. Dabei gingen über Falkenberg mehrfach geringe Niederschläge nieder mit einer Gesamtmenge von 36 Liter pro Quadratmeter. Dennoch viel zu wenig. Im letzten Monatsdrittel bestimmten Nebel und Hochnebel die Temperaturverläufe. Brandenburg war im November mit seinem Temperaturdurchschnitt von 6,2 °C erneut das wärmste Bundesland. Erst in den Nächten der beiden letzten Novembertage kam es zu den ersten Frösten.

Ob wir im diesjährigen Dezember endlich wieder einmal weiße Weihnachten erleben, das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich.