Atlantische Tiefdruckgebiete brachten in den meisten Regionen von Deutschland reichlich Regenfälle, leider nicht bei uns in der Niederlausitz. Zugleich wurde sehr milde Meeresluft nach Mitteleuropa transportiert.

Im Oktober setzte sich die im letzten Septemberdrittel begonnene regnerische Witterung fort. Das war gut für die Pilzsammler, die ab der zweiten Monatshälfte ihre Körbe reichlich füllen konnten. Auch ich war unterwegs und fand unterschiedliche essbare Pilzarten. Vor allem aber viele Steinpilze, die zudem nicht einmal madig waren.

Fast der gesamte Monat präsentierte sich spätsommerlich, oft auch mit viel Sonnenschein. Mit seinem Temperaturdurchschnitt von 10,9 Grad Celsius lag der Oktober um 1,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Wie bereits in den Jahren 2017 und 2018 fiel der Oktober damit abermals deutlich zu warm aus. Zur Monatsmitte sorgte eine südwestliche Luftströmung sogar für ungewöhnliche Temperaturen. Am Sonntag, 22. Oktober, wurde in Cottbus mit 26,1 Grad ein mindestens 132 Jahre alter Tagesrekord gebrochen.

Erst die Kaltfront von Tief „Yaroslav“ leitete am Monatsende eine deutliche Abkühlung ein. Es stellten sich jahreszeitlich entsprechenden Temperaturen im einstelligen Bereich ein, so dass es am 30. und 31. des Monats zu den ersten Nachtfrösten kam.

Ich habe am letzten Oktobertag bei Sonnenaufgang an meinem Thermometer minus 3,2 Grad Celsius gemessen. Ein wolkenloser Himmel ließ überall den Raureif glitzern. Das verführte mich am frühen Vormittag zu einem Waldspaziergang durch den „Schweinert“. Es war ein unvergessliches Naturerlebnis.

Im Oktober lag die Sonnenscheindauer in Deutschland mit etwa 105 Stunden knapp unter ihrem Soll von 109 Stunden. Am längsten zeigte sich die Sonne in den östlichen Bundesländern. Das Land Brandenburg war mit rund 125 Stunden das sonnenscheinreichste Bundesland. Aber zugleich mit nur 55 Litern Regen pro Quadratmeter das niederschlagsärmste Bundesland. Unsere Feldfluren und Waldgebiete leiden nach wie vor unter Wassermangel. Man kann nur hoffen, dass sich dies in den kommenden Wintermonaten ändern und damit normalisieren wird.