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| 12:23 Uhr

Anlauf genommen fürs Jubiläum
Lustiges Werchauer Teichfahren

 Der Sieger, Manuel Zahn, hatte versprochen: Selbst wenn er die Strecke jedes Mal trocken zurücklegt, der Anzug solle es nicht bleiben. Und so fuhr er zur Belustigung der Zuschauer freiwillig noch einmal ins Wasser – samt Rad.
Der Sieger, Manuel Zahn, hatte versprochen: Selbst wenn er die Strecke jedes Mal trocken zurücklegt, der Anzug solle es nicht bleiben. Und so fuhr er zur Belustigung der Zuschauer freiwillig noch einmal ins Wasser – samt Rad. FOTO: Rico Meißner
Werchau. Manuel Zahn aus Doberlug-Kirchhain schafft die Runden ohne Absturz. Der „Siegeranzug“ bleibt aber nicht trocken.

Noch besser konnte das Wetter am Sonntag nicht sein, um ein Teichfahren auszutragen. Bei sommerlichen Temperaturen ging es auf schwankenden Planken in Werchau im Rahmen des Dorffestes zum 34. Mal über den Dorfteich. Insgesamt hatten sich sechs Teilnehmer gemeldet, die in vier Runden versuchten, die größtmögliche Anzahl überfahrener Bretter zu erreichen. Und naturgemäß gingen, zur Freude der zahlreichen Zuschauer rund um den Teich, so ziemlich alle ziemlich oft „baden“.

Eine Ausnahme bildete der diesjährige Gewinner Manuel Zahn aus Doberlug-Kirchhain, der es zwar trocken über die Runden schaffte, aber bereits zuvor erklärt hatte: „Auch wenn ich es schaffe, trocken bleibt der Anzug nicht.“ Und so sorgte er mit einem gezielten Sprung über einen eigens für diesen Zweck in diesem Jahr extra aufgebauten Steg dafür, dass auch das violette Kleidungsstück schließlich nass wurde.

Einen Tipp, wie man am einfachsten über die Bohlen kommt, hat auch der mehrmalige Sieger Hubertus Grunewald: „Du musst einfach nur verrückt sein und drauflos fahren. Alles andere muss jeder selbst entscheiden.“ Sieger Manuel Zahn konstatierte vor dem Entgegennehmen des Pokals: „Ich bin sehr zufrieden, und es hat eine Menge Spaß gemacht.“ Er habe aber schon einige Übung darin, da er auch in anderen Orten an Teichfahrten teilnehme. Vier seien es ungefähr jährlich.

Für Spaß sorgten indes Zwischeneinlagen, wie etwa der Transport von Vanessa Lehmann in einer alten Feuerwehrschubkarre, geschoben von Andreas Haase, über das Wasser. Auch bei dieser Vorführung konnte mit Abkühlung gerechnet werden. Und zwei Hunde, die den Steg überqueren sollten, machten es sich noch einfacher und wurden nicht nass. Sie kehrten nach dem zweiten Brett einfach wieder um.

„Für das im nächsten Jahr anstehende 35. Teichfahren wollen wir uns richtig was einfallen lassen und noch eine Schippe drauflegen“, hat Ortsvorsteher Harald Schaar versprochen. Eine erste Idee spricht zum Beispiel von einem „Warm up“ am Samstag. Angeblich wollen sich da so einige Alte Herren noch einmal über die wackligen Bretter wagen und an früher erlebten Spaß anknüpfen.

„Am Samstag findet jedenfalls eine Dankeschön-Veranstaltung für alle Helfer statt. Und bei der geht es neben der Manöverkritik selbstverständlich auch schon um das 35. Jubiläum. Das darf nicht einfach so daherkommen“, sagt Schaar.

Ein Dankeschön vorab schickt er auf diesem Weg schon einmal Richtung Hohenbucko: „Die Freiwillige Feuerwehr hat uns ganz kurzfristig mit einem Zelt ausgeholfen und damit maßgeblich mit dazu beigetragen, dass wir so ein schönes Dorffest feiern konnten.“

 Der Sieger, Manuel Zahn, hatte versprochen: Selbst wenn er die Strecke jedes Mal trocken zurücklegt, der Anzug solle es nicht bleiben. Und so fuhr er zur Belustigung der Zuschauer freiwillig noch einmal ins Wasser – samt Rad.
Der Sieger, Manuel Zahn, hatte versprochen: Selbst wenn er die Strecke jedes Mal trocken zurücklegt, der Anzug solle es nicht bleiben. Und so fuhr er zur Belustigung der Zuschauer freiwillig noch einmal ins Wasser – samt Rad. FOTO: Rico Meißner
(rmr)