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Wenn im All aber nun kein Platz ist?

Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll hält am Samstag im Planetarium Herzberg einen Fachvortrag.
Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll hält am Samstag im Planetarium Herzberg einen Fachvortrag. FOTO: privat
Herzberg. Zu einem Fachvortrag zu dem brisanten Thema "Wenn im All aber nun kein Platz ist? – Weltraummüll und seine Quellen" laden die Herzberger Sternfreunde am Samstag, 13. Mai, um 19 Uhr in die Kuppel des Herzberger Planetariums ein. pm/asi

Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll, Leiter des Instituts für Raumfahrtsysteme an der Uni Braunschweig, wird diesen Vortrag halten. Mit seinem Team führt er vielseitige Forschungen auf diesem Gebiet der Raumfahrt durch. Enrico Stoll ist ein gebürtiger Herzberger, er besuchte hier das Phillip-Melanchthon-Gymnasium.

60 Jahre aktive Raumfahrt haben ihre Spuren im Erdorbit hinterlassen. Die Anzahl der Satelliten wächst und damit auch die Anzahl der Raketenoberstufen, missionszugehöriger Objekte und ausgedienter Raumfahrzeuge. Die Menge an künstlichen Objekten ohne Funktion - der sogenannte Weltraumschrott oder Space Debris - ist ein ernstzunehmendes Problem. Die derzeit im Erdorbit befindliche Masse des Weltraumschrotts wird auf über 6000 Tonnen geschätzt. Die Kollision des nicht operationellen russischen Kosmos-2251-Satelliten mit dem US-amerikanischen Iridium-33-Satelliten von 2009 erzeugte 2000 neue detektierbare Objekte und zeigte, dass Kollisionen nicht mehr nur theoretische Ereignisse sind. Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in die Weltraummüllumgebung, die Bewertung von assoziierten Risiken und die aktive Entfernung von Weltraummüll aus dem Orbit. Während der Veranstaltung wird auch kurz der aktuelle Himmelsanblick mithilfe der Planetariumstechnik erläutert.

Voranmeldungen zu dieser Veranstaltung sind beim Planetarium unter Telefon 03535 70057 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail Planetarium.Herzberg@t-online.de möglich.