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| 01:04 Uhr

Wenn Höhe oder auch Zeit entscheiden

Gräfendorf.. Reitsport kann nur zum Erfolg führen, wenn Mensch und Tier gut harmonieren. Immer und immer wieder verwies Hans-Georg Löwe am Wochenende auf diese Maxime. Als Sprecher des Reitturniers in Gräfendorf war das Ehrenmitglied des Reit- und Fahrvereins Gräfendorf darauf bedacht, den Zuschauern die Tücken und Besonderheiten des Pferdesports näher zubringen. Doch dem aufmerksamen Betrachter dürfte auch so nicht entgangen sein, dass nur viel Fleiß und Übung auf dem Parcours zum gewünschten Ergebnis führen. Von Sven Gückel

Pferde, die vor einem Hindernis scheuen, Reiterinnen, die abgeworfen wurden oder Gespanne, die andere Wege suchten als die vom Kutscher anvisierten, gehörten daher ebenso in den Programmablauf wie glückliche Sieger. Zu letzteren durften sich Doreen Bauer auf „Falke“ aus Züllsdorf und Jennifer Taege auf „Agatha“ aus Brandis zählen. Die beiden Reiterinnen gewannen die Konkurrenz im so genannten E- sowie im A-Springen. Den Unterschied zwischen den Wettbewerben machte nicht die Anzahl der insgesamt neun Hindernisse aus, sondern deren eingestellte Höhe. Während das A-Springen für fortgeschrittenere Pferde und Reiter angedacht war, konnten sich im E-Springen unerfahrene Teilnehmer erproben.
„Sowohl Pferd als auch Reiter müssen sich langsam an die Höhen herantasten“ , verdeutlichte Löwe gegenüber der RUNDSCHAU. Ein so genannter Doppelsprung ist nach seinen Worten für die Tiere leichter zu bewältigen als der Steilsprung. Dass die Aussagen des Fachmanns ins Schwarze trafen, war unschwer zu erkennen. Nahezu jedes Pferd riss an diesem Hindernis eine der aufgelegten Stangen einmal.
Weniger auf Höhe, als vielmehr auf die gefahrene Zeit kam es beim zweiten Höhepunkt des Samstags, dem Hindernisfahren, an. Elf Gespanne aus Gräfendorf, Klossa, Züllsdorf, Herzberg und Dautzschen/Last hatten sich dazu zur zweiten Auflage des Turniers in Gräfendorf eingefunden. Unterteilt in Klein- und Großpferde, unterschieden sie sich nur durch die eigene Körpergröße. Das angesetzte Stockmaß für Kleinpferde reichte dabei bis zu 1,47 Meter. Vierbeiner die größer waren, fielen in die zweite Konkurrenz.
Der abgesteckte Parcours aber war für alle gleich. Derweil half offensichtlich auch der Heimvorteil nichts, den Gräfendorfs Vereinsvorsitzender Helmut Neumann mit seinen Haflingern hatte. In beiden Kategorien am Start, reichte es für ihn statt zum Sieg „nur“ zu Rang drei. Siegerlorbeeren ließen sich zum Ende der Veranstaltung vielmehr Mirko Thiele aus Klossa bei den Kleinpferden und Daniel Hissung bei den Großen anheften. Neben einem Pokal gab es zudem noch etwas Futter für die eigentlichen Arbeiter dieses Tages.
Mit der Veranstaltung glauben die Organisatoren aus Gräfendorf einen guten Mix getroffen zu haben. Denn mit dem Kranzreiten am Sonntag Nachmittag konnte das gesamte Spektrum des Pferdesports aufgezeigt werden. An einer erfolgreichen Fortführung des Turniers besteht daher kaum ein Zweifel.