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Weiterhin ungewiss, ob 7. Klassen kommen

Schlieben.. Die Tage der Ungewissheit an der Oberschule in Schlieben werden noch eine Weile andauern. Lehrer, Schüler und Eltern haben eine weitere Geduldsprobe zu überstehen, bis klar ist, ob es auch im nächsten Schuljahr zwei 7. Klassen geben wird. Gabi Zahn


Frühestens Anfang April will das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Cottbus darüber entscheiden. Das erfuhr Marlis Eilitz, Schulverwaltungsamtsleiterin des Landkreises Elbe-Elster, gestern aus Cottbus. Terminlich habe man sich aber noch nicht auf den Tag festgelegt.

Bündnis pro Schule
Mittlerweile wächst der Unmut darüber, dass man eine Schule infrage stellen will, die sich in den vergangenen Jahren in der Region einen hervorragenden Namen gemacht hat. Ein Brief mit diesem Tenor, zu dem sich 40 Unternehmen des Amtes Schlieben, die Kommunalpolitiker und die Verwaltung bekennen, dürfte zwischenzeitlich bei Bildungsminister Rupprecht in Potsdam auf dem Schreibtisch liegen. Eine Reaktion darauf hörten die Schliebener bisher nicht.
Bekanntlich haben sich für das Schuljahr 2006/07 nicht nur 30 Schüler wie im Vorjahr, sondern sogar 36 für die 7. Klassenstufe angemeldet. Vor allem die Eltern dieser Mädchen und Jungen reagieren mit Unverständnis auf die Tatsache, dass man nach der Schließung der Schönewalder und Hohenbuckoer Realschule auch die Sekundarstufe in Schlieben infrage stellt.

„Schlieben hat überzeugt“
Auch Familie Gretzinger aus Ahlsdorf, die ihre Tochter Mareike mit dem Erstwunsch „Schlieben“ für die 7. Klasse anmeldete, reagiert mit Kopfschütteln. „Die Einrichtung in Schlieben haben wir vor kurzem kennengelernt, sie hat uns überzeugt. Unser Zweitwunsch lautet zwar Herzberg, aber als Mutter hätte ich mich eher für Dahme entschieden, auch wenn die Verkehrswege nach Schlieben und Dahme umständlicher sind. Die Schule in Dahme würde aber zusätzliche Fahrtkosten bedeuten, weil sie in einem anderen Landkreis liegt. Wir haben große Hoffnung, dass die Entscheidung für Schlieben ausfällt, alles andere wäre schlimm für die Region und deren Schulkinder“ , machte sie deutlich.