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Herzberg
Weitere Abstimmungen zu Aldi-Markt

Herzberg. Die Stadt Herzberg und Aldi bereiten städtebaulichen Vertrag vor. B. Rudow

Die Stadt Herzberg und die BGB-Grundstücksgesellschaft Herten haben einen städtebaulichen Vertrag für die Errichtung eines neuen Aldi-Marktes in Herzberg vorbereitet. Der Vertrag wurde in der Bauausschusssitzung in dieser Woche besprochen. Die Stadtverordnetenversammlung muss ihm noch zustimmen. Der neue Aldi-Markt soll im Bereich Dresdener Straße/Frankfurter Straße entstehen, wo jetzt noch das Hotel „Zum Heitern Blick“ steht.

Wie Thomas Wille von der City-Concept Leipzig GmbH, die im Auftrag der Aldi Immobilien GmbH arbeitet, im Ausschuss informierte, wurden nach der Sommerpause weitere Details zum Neubau erarbeitet. Im November gebe es einen Notartermin zur Abwicklung des Kaufvertrages mit der Eigentümerin des Hotels, so Wille.

Laut Herzbergs Stadtplanerin Janet Lehmann muss für das Bauvorhaben der Flächennutzungsplan für die Stadt Herzberg geändert und ein Sonderbebauungsplan erstellt werden. Die Kosten dafür übernimmt komplett Aldi, ebenso die Kosten für die Erschließung des Grundstückes. Aldi wird, wie in solchen Fällen üblich, zur kostenlosen Übertragung der Erschließungsanlagen verpflichtet. Das alles ist im städtebaulichen Vertrag geregelt. Bei Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrages durch den Herzberger Bürgermeister muss die Grundstücksübertragung vorliegen. Gleichfalls verpflichtet sich Aldi, einen Mietvertrag für mindestens drei Jahre zur Nachfolge für den jetzigen Aldi-Standort in der Leipziger Straße vorzulegen. Zu den Verhandlungen mit eventuellen Nachmietern hat sich Thomas Wille nur im nichtöffentlichen Teil der Bauausschusssitzung geäußert. Im öffentlichen Teil sagte er lediglich, dass es mehrere Möglichkeiten gebe. Von Abgeordneten kam aber bereits die Nachfrage, ob drei Jahre Mietbindung nicht ein zu geringer Zeitraum wären.

Gegenüber der ersten Vorstellung des Projektes im Mai im Bauausschuss gab es eine gravierende Änderung, was die Anbindung des Marktes an die Frankfurter Straße betrifft. Hier soll eine asphaltierte Straße entstehen, die auch über ein städtisches und ein privates Grundstück führt.