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| 13:33 Uhr

Herzberg
Weiter Diskussionen um Umleitung

Herzberg. Jetzt fordern auch die Redliner Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in ihrem Ort.

(ru) Im Herzberger Hauptausschuss wurde in dieser Woche noch einmal umfassend über die Umleitungen während der für das kommende Jahr geplanten Bauarbeiten in der Dresdener Straße diskutiert. Vorgesehen ist, den Umleitungsverkehr stadteinwärts über die Alte Osterodaer Straße zu führen, die dafür für 100 000 Euro ertüchtigt werden muss. Aus bautechnischen Gründen lässt es sich nicht verhindern, dass die Umleitung für eine gewisse Zeit (vorgesehen sind etwa zwei Monate) durch Neunaundorf geht. Während des Ausbaus des Knotens Dresdener Straße/Osterodaer Straße wird der Verkehr durch Redlin und Osteroda gelenkt.

Die Stadtverwaltung informierte im Ausschuss darüber, dass nach einem neuerlichen Ortstermin mit Vertretern des Stadtteils Neunaundorf Einigkeit erzielt wurde. Fraglich war für einige Mitglieder des Hauptausschusses, wie die (wenn auch nicht sehr vielen) Anwohner der Alten Osteodaer Straße dazu stehen, dass sie nun den Umleitungsverkehr für viele Monate ertragen müssten. Laut Stadtverwaltung hatte es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Reaktionen aus der Alten Osterodaer Straße dazu gegeben. Im übrigen, so das Bauamt, sei das Sache des Landesbetriebes und nicht der Stadt. Gemeldet hätten sich in dieser Woche aber bereits Bewohner aus dem Ortsteil Redlin. Sie fordern bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wie Schwellen für die Zeit der Umleitung durch ihren Ort.

Diskutiert wurde im Ausschuss auch über die 20 000 Euro, mit denen die Stadt an der Herrichtung der Umleitung durch die Alte Osterodaer Straße beteiligt wird. Ein Bürger fragte, wie die Stadt zu diesen, aus seiner Sicht nicht nötigen, Mehrausgaben stehe. Bürgermeister Karsten Eule-Prütz argumentierte mit der Abwägung der Interessen aller. In der Alten Osterodaer Straße würden viel weniger Betroffene wohnen als in Neunaundorf. Die 20 000 Euro würden der Stadt weh tun, sagte er, aber es gehe um die Schutzgüter der Einwohner, zu denen auch die Lebensgewohnheiten in den Ortsteilen gehörten.

(ru)