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| 01:06 Uhr

Weihnachten fernab der Heimat

Frau Friedrich, Sie sind ehrenamtliche Helferin des Vereins Experiment e.V. in unserer Region und haben Gasteltern gesucht, die ausländische Studenten über die Feiertage bei sich aufnehmen.

Sind Sie fündig geworden„
Ja, eine Familie in Knippelsdorf wird eine junge Frau aus Tunesien zu Gast haben. Sie studiert in Heidelberg. Und vielleicht klappt es ja auch noch mit einer Familie in Lebusa, die ihre Gastfreundschaft bekundet hat.

Ist es schwer, Gastfamilien zu finden“
Ich sag es mal so, es wird immer schwieriger. Man muss ganz schön die Werbetrommel rühren. Die Ursachen sind schwer zu benennen. Das liegt aber wohl vor allem daran, dass die Leute hier alle selber ihre Probleme haben.

Was wird die junge Frau aus Tunesien bei der Familie in Knippeldorf erwarten und wie lange bleibt sie„
Der Aufenthalt dauert 14 Tage. Er beginnt am 20. Dezember. Die ausländischen Studenten sind sehr interessiert an unserer Kultur. Die Studentin wird das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel in der Familie feiern, wie es bei uns in der Region Brauch ist. Das ist ja der Sinn des Austausches.

Ist es das erste Mal, dass Sie auf Gastelternsuche waren“
Nein. Ich mache das für den Experiment e.V. schon einige Jahre. Im vorigen Jahr waren zum Beispiel zwei Mexikaner über Weihnachten in einer Herzberger Familie.

Was ist das Anliegen des Vereins?
Experiment ist die älteste Austauschorganisation der Welt. Es ist ein gemeinnütziger Verein und Träger der freien Jugendhilfe. Rund 350 ehrenamtlichen Mitarbeiter suchen und betreuen Gastfamilien und Teilnehmer und das nicht nur zu Weihnachten.

Es fragte Birgit Rudow.