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„Wassertreter-Treffen“ am Falkenberger Kiebitz

FALKENBERG.. Zeitgleich mit den Profis in Frankreich hatten am Samstag mehrere hundert brandenburger und sächsische Radfahrer die Absicht, sich auf ihren Drahtesel zu schwingen. Der Wille war da, nur der Regen machte sie schwach. Statt der erwarteten 350, trafen zu der durch die Sparkasse Elbe-Elster, der Elbe-Elster-RUNDSCHAU und dem Tourismusverband Elbe-Elster-Land organisierten Radsternfahrt deutlich weniger Pedalritter am Zielort Kiebitz ein. Von Sven Gückel


Diese jedoch erwartete nicht nur der eine oder andere Schauer, sondern auch ein gut organisiertes Programm.
Den Sommer im Herzen, doch den Herbst über dem Kopf - besser als durch Falkenbergs Stadtoberhaupt Herold Quick hätten die äußeren Umstände am Samstag wohl kaum beschrieben werden können. So mussten die Organisatoren der „Radsternfahrt Elbe-Elster“ sehr zu ihrem Leidwesen zahlreiche Absagen in Kauf nehmen.

Kleine Gruppen auf Erkundungstour
„Das hätte man keinem zumuten können, bei diesem Dauerregen von Finsterwalde oder Doberlug-Kirchhain aus mit dem Rad hierher zu kommen“ , zeigte auch Klaus Wackernagel Ver-ständnis. Als stellvertretender Vorsitzender des Kultur- und Tourismusvereins Falkenberg hielt er die Fäden am Samstag fest in der Hand und versuchte, aus der verwässerten Situation das Beste zu machen.
Statt mehrerer Führungen um das Naturschutzgebiet „Schweinert“ und ins Stadtgebiet Falkenberg, gab es zwei kleinere Gruppen, die sich den See und sein Umfeld auch bei Regen anschauen wollten. Unterdessen versuchten andere Teilnehmer der Tour sich auf dem Parkplatz des Erholungsgebietes an den unterschiedlichen Ständen zu betätigen.
„Deutschland bewegt sich“ war das Motto der vor Ort anwesenden Barmer-Ersatzkasse Herzberg. Zugleich versetzte sie die Radler ins Jahr 1512 zurück, um sie bei allerlei unterhaltsamen Spielen einem Fitnesstest zu unterziehen. „Wichtig war für uns, andere Muskelgruppen als die beim Radfahren anzusprechen“ , verriet Bezirksgeschäftsstellenleiterin Tabita Grumhold ihr Ideenkonzept.
Während Axel Fischer, Zweiradhändler aus Uebigau, manch einen der Renner technisch wieder auf Vordermann brachte oder auf Wunsch codierte, erwartete die Verkehrswacht die Radfahrer zum Geschicklichkeitstest. Hier schlug einmal mehr die Stunde der Falkenberger Kinder- und Jugendaquaristik. Die Jungen und Mädchen nutzten die Gunst der Stunde, um sich einen Großteil der ausgeschriebenen Preise zu sichern. Für AG-Leiter Jens Helemann und dessen Frau Angela war die Teilnahme trotz des miesen Wetters eine klare Sache. „Wer wie wir eine spezielle Beziehung zum Wasser hat, scheut vor ein paar Tropfen nicht zurück“ , erklärte er freundlich.

Sachsen fuhren noch weiter
Der gleichen Auffassung waren auch 19 Radfahrer aus dem sächsischen Blumberg. „Wir fahren bei jedem Wetter. Das schweißt die Truppe noch enger zusammen“ , erläuterte Gerlinde Göbel. Für sie ging die Tour nach Falkenberg später weiter über Neumühl und Beiersdorf, wobei auch Attraktionen wie der Besuch der Wassermühle auf dem Programm standen.
Auf mehr Besucher hatte ganz offensichtlich auch Reiseunternehmer Walter Jaich gehofft. Extra zur Radtour präsentierte er einen seiner Busse samt Fahrradanhänger. Die wenigsten wissen von einem solchen Angebot in der Region, machte er deutlich. Fahrten in die verschiedensten deutschen Regionen mit dem eigenen Rad im Gepäck sind somit also kein Problem.

Gewonnen Radfahrerin des Monats
 Für eine Teilnehmerin der Tour schien trotz des schlechten Wetters doch noch die Sonne. Lorita Wehner aus Melpitz bei Torgau wurde zur „Radfahrerin des Monats“ erkoren und durfte sich über einen Spargutschein in Höhe von 50 Euro freuen, den ihr die Sparkasse zur Verfügung stellt.