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Wasser mal etwas anders

Ob im eigenen Stadtgebiet an der Schwarzen Elster oder an der Elbe bei Mühlberg: Hochwassereinsätze sind immer wieder zu meistern.
Ob im eigenen Stadtgebiet an der Schwarzen Elster oder an der Elbe bei Mühlberg: Hochwassereinsätze sind immer wieder zu meistern. FOTO: Feuerwehr
Falkenberg. Wenn man in der Chronik der Wehr blättert, kann man erkennen, dass auch Hochwasser die Kameraden fordert. Seit dem Jahr 2002 kehren diese regelmäßig an Elbe und Elster zurück.

Anfangs wurden sie noch als Jahrhunderthochwasser bezeichnet, inzwischen sieht man das differenzierter.

Dass zuvor in Falkenberg schon mal Sandsäcke für den Schutz gegen das Elbe-Hochwasser gefüllt werden mussten, davon gibt es keine Aufzeichnungen. Als die Bundeswehr 2002 das Umspannwerk Kölsa 1,50 Meter hoch mit einem Sandsackwall umfasste und in Köppes Gasse ein aufgeblasenes Schlauchboot an einer Lampe angebunden wurde, gab es einige Aufregung in der Bevölkerung.

Die Falkenberger werden auch schon als schnelle Einsatzabteilung im akuten Notfall herangezogen. So waren sie z.B. 2013 an der Elbe in Weinberge und im Bereich Martinskirchen eingesetzt. Dort verbauten sie mit Unterstützung der Bundeswehr und der Kameraden aus Hessen etwa 10000 Sandsäcke und 100 Faschinen. Die Deichbaustelle hatte eine Länge von fast 400 Metern und wurde von etwa 80 Leuten gesichert.

Auch extreme Starkniederschläge und Winterstürme beschäftigten die Kameraden. So wurden nach einem Gewitter im Jahre 2007, als innerhalb einer Stunde 33 Notrufe aus dem Falkenberger Stadtgebiet zusammenkamen, alle Wehren im Stadtgebiet alarmiert.