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| 19:30 Uhr

Stadtfinanzen
Was Herzbergs Baustellen kosten

Etwa 209 000 Euro kosten laut städtischem  Bauamt die Abrissarbeiten am Busbahnhof in Herzberg.
Etwa 209 000 Euro kosten laut städtischem Bauamt die Abrissarbeiten am Busbahnhof in Herzberg. FOTO: LR / Rudow
Herzberg. Auch kleinere Maßnahmen haben ihren Preis. Das Bauamt hat einmal aufgelistet. Von Birgit Rudow

Kennen Sie das auch? Am Ende des Monats sind Konto und Portemonnaie ziemlich schmal geworden, obwohl man doch eigentlich gar nichts „Großes“ gekauft hat. Da haben sich mal wieder die Kleinigkeiten zusammengekleckert.

So ähnlich geht es auch den Kommunen. Jedenfalls hat Herzbergs Bauamtsleiter Rüdiger Bader jüngst einigen Abgeordneten an Beispielen demonstriert, wofür das städtische Geld in diesem Jahr bisher so alles draufgegangen ist. Natürlich sind die Maßnahmen (zumeist) von langer Hand geplant und im Haushalt finanztechnisch untersetzt. Aber auch die (für Kommunen in einer Größenordnung von Herzberg) eher kleineren Beträge summieren sich, wie einige Beispiele zeigen.

So hat die Stadt etwa 1000 Euro für Schilder ausgegeben. Das Baumgutachten für die Karl-Liebknecht-Straße hat laut Bauamtsleiter 4000 Euro gekostet. Meli-Bau hat den Weg nach Friedersdorf gebaut, und wieder sind 26 000 Euro weg (was den Friedersdorfern gegönnt sei). In der Langen Straße hat der Gewässerunterhaltungsverband eine Grabensanierung durchgeführt. Kostenpunkt: 9000 Euro. Der Weg von der Richard-König-Straße zur „Gurke“ hat 10 000 Euro gekostet und die Teilsanierung der Nixweges 8900 Euro.

Nach all den Problemen mit dem Zustand der Mittelstraße im Winter musste die Stadt auch hier ran. Die Maßnahme steht mit 13 000 Euro zu Buche. Reparaturarbeiten in der Badstraße und in der Richard-König-Straße haben 8800 Euro gekostet. Für die Vermessung des Botanischen Gartens hat die Stadt 4000 Euro ausgegeben. Groß war die Freude über die neue Rettungswache, die der Kreis gebaut hat. Die Straße davor aber war Sache der Stadt. Dafür hat sie 3000 Euro ausgegeben. In der Ludwig-Jahn-Straße und in der Clara-Zetkin-Straße wurden Gehwege wieder in Ordnung gebracht. Kosten: 18 000 Euro. Weitere Gehwegreparaturen erforderten nochmals 14 000 Euro.

Es gab aber auch größere Maßnahmen in Herzberg in diesem Sommer, wie die Erneuerung der maroden Regenwasserpumpen in der Clara-Zetkin-Straße. Dafür muss die Stadt 42 000 Euro berappen, und der Zaun um das Pumpwerk kostet auch gleich nochmal 10 000 Euro.

Für den Abbruch des alten Busbahnhofes wird die Stadt etwa 208 000 Euro bezahlen müssen. Das ist dann schon nicht mehr als „finanzielle Kleinigkeit“ zu bezeichnen. Etwa 79 000 Euro kostet die Beseitigung der Altlasten an der ehemaligen Kläranlage in der Karl-Liebknecht-Straße.

Rechnet man zusammen, was für die kleineren Maßnahmen (ohne Busbahnhof und alte Kläranlage) ausgegeben wurde, so kommt man auf etwa 140 000 Euro, die sich im Stadtsäckl durchaus bemerkbar machen. Dabei ist die Aufzählung mitnichten vollständig.

Demnächst muss man sich in der Stadt aber auch wieder auf größere Baumaßnahmen einstellen. Der Auftrag für die Sanierung der Langen Straße ist raus, so das Bauamt. Hier liegen die Kosten bei 550 000 Euro. Etwa ebenso viele Mittel sind für die Brücke über die Lapine in der Palombinistraße veranschlagt. Die Planung für die Karl-Liebknecht-Straße kostet 90 000 Euro.