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| 14:46 Uhr

Herzberg
Was darf das Schwimmbad kosten?

Herzberg. Herzberger Bildungsausschuss diskutiert über die Höhe der Eintrittspreise.

Bei Temperaturen um die 30 Grad herrschte im Herzberger Freibad in den vergangenen Tagen Hochbetrieb. Zwischen 300 und 400 Badegäste zählten die Schwimmmeister Gerald Thäle und Jörg Mühlberger täglich.

Das Bad war in diesem Jahr pünktlich zu Pfingsten Mitte Mai startklar. Die üblichen Reparaturmaßnahmen vor allem an den Kacheln waren erledigt. Größere technische Probleme gab es nicht. Das 1968/69 gebaute HerzbergerFreibad ist nicht gerade das, was man ein modernes Spaßbad nennt. Dass es überhaupt noch seinen Zweck erfüllt, ist seit Jahren ständigen Reparatur- und Wartungsarbeiten zu verdanken, der umsichtigen Arbeit der Schwimmmeister und dem Willen von Bürgern, Verwaltung und Lokalpolitikern, sich ein Freibad zu leisten. Die Stadt steckt jährlich mehr als 150 000 Euro in das Bad. Tendenz steigend.

Die Eintrittspreise hingegen liegen seit 2002 auf unterstem Niveau. Kinder zahlen einen Euro, Erwachsene 1,50 Euro. Für die Zehnerkarte legen Kinder 7,50 Euro und Erwachsene 12,50 Euro hin. Bisher hat Ex-Bürgermeister Michael Oecknigk eine Anhebung der Gebühren immer mit der Begründung zurückgewiesen, dass die Badnutzer für mehr Geld nicht mehr Leistungen bekommen würden.

Das sieht sein Nachfolger Karsten Eule-Prütz etwas anders und verweist auf die ständig steigenden Kosten. Allein die tägliche Frischwasserzufuhr in der Saison sei enorm, meinte er im Bildungs- und Kulturausschuss in der vergangenen Woche. Gerald Thäle pflichtete ihm bei: Altes zu erhalten koste viel Geld, sagte er.

Der Bildungsausschuss will sich in den kommenden Monaten intensiv mit der Gebührensatzung zur Nutzung des Freibades beschäftigen. Eine Erhöhung der Eintrittspreise für die laufende Freibadsaison ist aber noch nicht geplant.

In der Zusammenkunft am Donnerstag wurde bereits ausführlich diskutiert, wurden Anregungen und Vorschläge unterbreitet und zum Teil auch wieder verworfen. Zwei Euro für Kinder, Schüler und Studenten sowie drei Euro für Erwachsene stehen zur Diskussion. Der Preis für die Zehnerkarten könnte auf 15 bzw. 25 Euro steigen. Auch der Schwimmunterricht kommt auf den Prüfstand. 50 Euro kosten bisher die zehn Unterrichststunden. Hier stehen 75 Euro im Raum.

Zu einer breiten Diskussion kam es beim Thema Hort. Der städtische Hort zieht in den Sommerferien stets für vier Wochen ins Freibad. Pro Tag und Kind sind bisher 25 Cent fällig. Vorgesehen war ursprünglich, den Betrag auf 50 Cent zu erhöhen. Hortleiterin Bettina Weiß hat im Ausschuss dagegen plädiert, weil das für manche Eltern eine zusätzliche Belastung sei, sagte sie. Nach der Abwägung vieler Argumente plädiert der Ausschuss nun dafür, die Feriengebühren für den Hort ganz zu erlassen. Es handelt sich um etwa 250 Euro jährlich.

Im August wird die Diskussion zu dem Thema fortgesetzt. Bis dahin sollen Vorschläge der Verwaltung für den Schwimmunterricht vorliegen und andere Bäder als Vergleich herangezogen werden.