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| 18:30 Uhr

Investitionen
Die Pläne für 2018 in und um Schlieben

Die Erneuerung der Fenster in der Schule in Hohenbucko ist bereits vor zwei Jahren erfolgt. Das war, um mit Wilhelm Busch zu sprechen, der erste Streich. Der zweite Streich soll nun in diesem Jahr mit der energetischen Sanierung der Fassade folgen.
Die Erneuerung der Fenster in der Schule in Hohenbucko ist bereits vor zwei Jahren erfolgt. Das war, um mit Wilhelm Busch zu sprechen, der erste Streich. Der zweite Streich soll nun in diesem Jahr mit der energetischen Sanierung der Fassade folgen. FOTO: Sylvia Kunze
Amt Schlieben. Im Amt Schlieben sind alle Haushalte beschlossen. Trotz magerer Finanzen sind viele Vorhaben aufgelistet. Von Sylvia Kunze

Das Erstellen der Haushaltspläne ist für Verwaltung und Abgeordnete alljährlich eine Mammutaufgabe. Um so erfreuter sind alle Beteiligten, wenn sie die als erledigt betrachten können – was im Schliebener Land inzwischen der Fall ist. Der Stadthaushalt für Schlieben und die Gemeindehaushalte für Fichtwald, Lebusa, Hohenbucko und Kremitzaue sind beschlossene Sache. Auf eine Genehmigung werde man voraussichtlich wie schon in den Vorjahren aber nicht hoffen dürfen, zu groß seien die Fehlbeträge, die sich angehäuft hätten, bilanziert Cindy Wegner, Kämmerin im Amt Schlieben.

Und nicht genehmigt heißt für das tägliche Leben: Der freiwillige Bereich des kommunalen Lebens bleibt weitgehend beschnitten und aus Kostengründen sind selbst einige pflichtige Aufgaben auf ein Minimum reduziert. „Wo ein Straßenausbau dringend nötig wäre, reicht es vorerst eben nur für eine Reparatur“, zeigt die Kämmerin das Dilemma am konkreten Beispiel auf. Es bleibe im Wesentlichen vorerst weiter bei der Devise, den finanziellen Aufwand so gering wie möglich zu halten. Große Projekte hätten kaum eine Chance – wenn sie nicht (bestenfalls mit einem möglichst hohen Anteil) Fördermitteln untersetzt seien.

Eine finanzielle Erholung ist nach Aussage der Finanzchefin noch nicht in Sicht. Aber ein kleiner Lichtschein am Horizont: „In einigen Gemeinden wächst wenigstens aktuell der Fehlbetrag nicht weiter an. Hohenbucko geht 2018, wenn alles so bleibt, vielleicht erstmals seit mehreren Jahren wieder mit einem kleinen Plus raus“, berichtet Cindy Wegner.  In den anderen Kommunen des Amtes bleibe in etwa das gleiche Minus wie in den Vorjahren. „Von einer entspannten Haushaltssituation in der Stadt und den Gemeinden können wir deshalb noch lange nicht reden“, sagt sie.

Und die Krux: In den zurückliegenden Jahren wurde sprichwörtlich schon jeder Cent umgedreht. Weitere Sparmaßnahmen lassen sich kaum noch finden, um die Haushalte aus eigener Kraft weiter zu konsolidieren.

Was 2018 im Schliebener Land unter anderem werden soll, hat Cindy Wegner kurz zusammengestellt:

Stadt Schlieben:  An erster Stelle stehen Maßnahmen im Bereich Schulinfrastruktur, unter anderem der geplante Schulanbau mit Gesamtkosten in diesem Jahr von rund 350 000 Euro. Etwas mehr als 300 000 Euro sollen davon Fördermittel sein, die die Stadtkasse entlasten. Weitere Vorhaben: Straßenbeleuchtung im Ortsteil Krassig, Gehwegbau in Berga in der Krassiger Straße, Erneuerung Wärmeerzeugung Kita, Spielplatz Wehrhain.

Gemeinde Lebusa: Das Großprojekt des Jahres ist der Neubau des Gehweges in der Dorfstraße in Lebusa selbst. Veranschlagte Gesamtkosten: mehr als 100 000 Euro. Abzüglich erhoffter Fördermittel und fälliger Anliegerbeiträge bleibt immer noch ein Gemeindeanteil von fast 25 000 Euro. Weitere Vorhaben: Reparatur Mühlenscheune in Lebusa, Sanierung Lindenstraße in Körba, Erneuerung des Daches der Kart­halle in Freileben und zwei neue Spielgeräte für den Spielplatz in Freileben.

Gemeinde Hohenbucko: Eine halbe Million Euro als 100-prozentiger Zuschuss für die energetische Sanierung der Schule und der Turnhalle in Hohenbucko ist bereits bewilligt. Nach der großen Fenstererneuerung vor zwei Jahren kann damit der Schulkomplex eine weitere deutliche Aufwertung erfahren. Darüber hinaus sind geplant: ein weiteres Spielgerät für den Kitaspielplatz, die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und des Gehweges in Proßmarke (einseitig).

Gemeinde Kremitzaue: Zu den diesjährigen größeren Plänen gehören Wegebau zwischen Malitschkendorf und Jagsal sowie der Ersatzneubau einer Feierhalle in Malitschkendorf.

Gemeinde Fichtwald:  Der Teilersatzneubau des Gerätehauses mit Dorfgemeinschaftsraum ist das Großprojekt 2018. Hinzu kommen: die Sanierung eines Gruppenraumes in der Kita und die Sanierung des Gemeinderaums in Naundorf.

In allen Orten steht außerdem wieder der Bau weiterer Waldbrandschutzwege auf dem Plan.