In der Förderperiode von 2007 bis 2013 sind immerhin rund 26,3 Millionen Euro in 226 Fördervorhaben der gemeinsamen Leader-Region des Elbe-Elster-Kreises und des Amtes Ortrand geflossen. Diese Förderung ermöglichte Investitionen in Höhe von 45 Millionen Euro. 79 geschaffene und 240 gesicherte Arbeitsplätze weist die Statistik als unmittelbare Folge dieser Investitionen aus. Die Revitalisierung des Klosters Mühlberg als Ort der Stille und Begegnung gilt als eines der Paradebeispiele der Leader-Förderung in Elbe-Elster. 1,2 Millionen Euro konnten hierfür in die Region geholt werden. Auf Antrag der SPD/FDP-Fraktion des Kreistages stellte Regionalmanager Sven Guntermann am Montag Bilanz und Ausblick für die Leader-Region vor. Für die Erarbeitung der Regionalen Entwicklungsstrategie bis 2020 sind nach seiner Aussage mehr als 150 Ideen und Vorschläge eingereicht worden. "Ich hoffe, dass bis Ende dieses Jahres die Bestätigung als Leader-Region erfolgt", so Guntermann. Im Frühsommer 2015 könnten dann wohl die ersten Projekte bewilligt werden. Leitbild für die Entwicklungsstrategie sei es, die hier lebenden Menschen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten zu stellen, ihr selbstbestimmtes Handeln zu fördern. Man verstehe sich nicht als Region am Rande, sondern als "Elbe-Elster - mittendrin und idEEnreich" zwischen den Ballungsräumen Leipzig - Dresden - Berlin. Man habe sich in der Entwicklungsstrategie auf diese drei Handlungsfelder konzentriert:

Daseinsvorsorge in der ländlichen Region

Regionale Wertschöpfung

Nachhaltiges Ressourcen-Management.

Zur Daseinsvorsorge zählt, die Familienfreundlichkeit der ländlichen Orte zu verbessern, das Bleiben und Zuwandern Erwerbsfähiger zu fördern und das Mitgestalten der Menschen zu ermöglichen und zu aktivieren.

Regionale Produkte und Wirtschaftskreisläufe, die touristische Wertschöpfung und das Unterstützen dezentraler Energieversorgung finden sich ebenfalls in den ausgewiesenen Zielen wieder. Ideen gebe es auch für die Kooperation mit anderen Lokalen Aktionsgruppen. Als Beispiel kann die Fürstenstraße der Wettiner genannt werden. Seit Sommer liegt den Lokalen Aktionsgruppen Elbe-Elster, Elbe-Röder-Dreieck und Dresdener Heidebogen eine Entwicklungsstudie vor. Sie soll Grundlage für eine touristische Umsetzung sein. Aber auch die Entwicklung der Biosphäre Niederlausitz und die Nutzung der Potenziale um die Brüder Graun sind Ideen für Kooperationen mit anderen Lokalen Aktionsgruppen.

Auf der Grundlage einer jetzt zu erwartenden Richtlinie würden konkrete Projektanträge einzureichen sein. Als positiv hob Sven Guntermann hervor, dass es nicht nach dem Prinzip des Windhundrennens ablaufen werde, nach dem derjenige, der am schnellsten ist, an das Fördergeld herankommt. Die Lokale Aktionsgruppe könne das Auswahlverfahren vielmehr auf der Grundlage eines zugewiesenen Budgets selbst vornehmen. Es werde spannend in den nächsten Wochen.

Zum Thema:
Akteure der Lokalen Aktionsgruppe Elbe-Elster: Trägervereine Wald- und Heideland und Wirtschaftsraum Schraden, Landkreis Elbe-Elster.Vorsitzende: Iris Schülzke, Stellvertreter: Thilo Richter.Regionalmanager: Sven Guntermann, Thomas Wude.Die Leader-Region Elbe-Elster besteht aus dem Landkreis Elbe-Elster und dem Amt Ortrand im benachbarten Landkreis Oberspreewald-Lausitz.