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| 02:41 Uhr

Waldzustand in Elbe-Elster

Zum Beitrag "Die Gefahr ist noch nicht gebannt" vom 26. Juli: Als interessierter Waldbesitzer habe ich mir die betreffenden Flächen im Landkreis Elbe-Elster angesehen. Sebastian Rotenhan Reuthen

Es sieht dort wirklich gespenstisch aus. Gleichwohl geht kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass das Problem menschgemacht ist. Massenvermehrungen von Forstschädlingen finden nur in Reinbeständen statt, also in den Brandenburger Kiefernmonokulturen. Herr Kopka appelliert zwar an die Waldbesitzer, "die Situation nicht als gottgegeben" hinzunehmen, gleichzeitig schränkt er aber ein, ein vollständiger Waldumbau sei bei unseren Böden hier sicher nicht möglich. Nun muss man ja gar nicht Forstmann sein, um festzustellen, dass ein Waldumbau sehr wohl möglich ist. Man begebe sich nur einmal in die Parks in Branitz oder Muskau und beobachte, was da alles wächst oder sehe sich unsere prachtvollen Alleen an. Erstaunlicher Weise gibt es derlei aber nicht in den angrenzenden Forsten. Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: Die Jägerschaft ist nicht bereit, die Bestände an Hirschen und Rehen auf ein waldverträgliches Maß einzuregulieren und der Wolf allein kann das auch nicht schaffen. Ich habe in meinem Forstbetrieb in Reuthen Verjüngungen aus bis zu zehn verschiedenen Baumarten unter die Kiefern geschoben - und das ohne jeden Zaunschutz und obendrein praktisch kostenlos, weil wir die Natur haben arbeiten lassen.