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| 01:04 Uhr

Waldbesitzer wünschen sich jetzt viel eher knackigen Frost

Region.. Während so mancher frohlockt, dass kalte Wintertemperaturen auf sich warten lassen, sehen andere es eher mit Sorgen. Zu dieser Personengruppe gehören auch die Waldbesitzer. Sie hätten es viel lieber, wenn der Frost einmal ein paar Tage so richtig in den Nasen zwicken würde.

Solche Temperaturen mögen nämlich die Waldschädlinge überhaupt nicht. Bei den gegenwärtigen Plusgraden hingegen fühlen sie sich wohl und werden unvermindert im Frühjahr und Sommer ihr Unwesen treiben können.
Besorgnis erregender Befall von Schädlingen sei nach jetzigen Erkenntnissen aber nicht zu befürchten, ist von Hubert Prause, Leiter der Herzberger Oberförsterei, zu hören. Alles bewege sich - wieder - in einem normalen Rahmen. Die groß angelegten Bekämpfungsmaßnahmen der Nonnen im Vorjahr hätten die erhoffte Wirkung gezeigt.
Und die halte nach wie vor an, freut sich der Forstexperte. Da die Waldarbeiter gegenwärtig mit der Schädlingssuche in den Wäldern der Region beschäftigt sind, kann er sich ein fachkundiges Urteil darüber erlauben. Die Probeflächen sind unverändert jedes Jahr die gleichen, um auch wirklich Vergleiche anstellen zu können und befinden sich in allen Eigentumsarten, also im Bundes- und Landeswald ebenso wie im kommunalen und privaten.
„In der Tendenz sind keine Schwerpunkte zu erkennen“ , bilanziert Hubert Prause die ersten Ergebnisse und fügt hinzu, dass er sich aber in den nächsten Wintertagen schon noch Frostgrade wünsche - eben, um jenen vorhandenen Schädlingen vielleicht auch noch den Garaus zu machen oder zumindest ihr momentan genüssliches Leben zu stören.
Mit Sorge sieht er aber auch jeden Morgen noch aus einem anderen Grund auf das Thermometer: Bei Temperaturen über zehn Grad wird es kribbelig. Dann beginnen nicht nur die Kiefern auf Frühling umzustellen und Grün zu treiben, sondern auch so mancher andere Baum. „Und wenn dann noch einmal so richtige Minusgrade kommen, dann stirbt das alles ab“ , zeichnet Hubert Prause auf und hofft zugleich, dass das nicht passiert. (sk)