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| 09:23 Uhr

Ins Gespräch gekommen
Stürme, Schädlinge und dann auch noch die Trockenheit

Hohenbucko. Staatssekretär Michael Stübgen zu Gast bei der Forstbetriebsgemeinschaft Südbrandenburg.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Michael Stübgen weilte auf Einladung der Forstbetriebsgemeinschaft Südbrandenburg zu einem Arbeitsbesuch in Hohenbucko. Themen der Gespräche waren der Waldumbau, Auswirkungen der Dürre auf den Waldbestand und die Bekämpfung von Kalamitäten. Begrüßt werden konnten zudem Dr. Carsten Lessner, Leiter des Referates Wald und Forstwirtschaft des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, sowie Uwe Lewandowski, Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch.

Der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Dr. Franz Schencking dazu: „Der Zweck des forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses besteht darin, die Bewirtschaftung von Waldflächen und der zur Aufforstung bestimmten Grundstücke zu verbessern, insbesondere die Nachteile geringer Flächengröße, ungünstiger Flächengestalt, der Besitzzersplitterung, der Gemengelage, des unzureichenden Waldaufschlusses oder anderer Strukturmängel zu überwinden.“ Mit ihren rund 270 Mitgliedern und einer Gesamtgemeinschaftsgröße von etwa 14 500 Hektar mit Schwerpunkt Elbe-Elster-Kreis ist die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Südbrandenburg immerhin eine der größten und schlagkräftigsten Betriebsgemeinschaften in Deutschland.

Im Rahmen einer thematischen Besichtigungstour durch die von der FBG betreuten Wälder stand zunächst der Waldumbau im Vordergrund. Seit der Gründung der FBG Südbrandenburg im Jahr 2007 bis zum Jahr 2015 wurden etwa sechs Prozent der heutigen Mitgliedsfläche umgebaut, insgesamt rund 860 Hektar. Michael Stübgen schätzt ein: „Die Zahlen belegen die Schlagkraft der FBG Südbrandenburg. Ohne die Hilfestellung durch die FBG wäre ein Waldumbau im Kleinwaldbesitz in diesem Umfang kaum realisierbar, denn die Beratung und Beantragung bis hin zur Realisierung durch beauftragte Dienstleister wird durch das Personal der FBG gewährleistet.“

Natürlich ist die diesjährige Dürre auch in den Wäldern rund um Hohenbucko deutlich sichtbar. Schwerpunkt der weiteren Gespräche waren deshalb die Unterstützungsmaßnahmen des Bundes und des Landes für die Waldbesitzer, wobei eine enge Abstimmung zwischen den Beteiligten vereinbart worden ist. Dies betrifft auch ein weiteres großes Problem, nämlich die Bewältigung der Folgen von Kalamitäten durch Stürme und Schädlingsbefall. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist eine neue „Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald“ auf den Weg gebracht worden, wie Stübgen berichtet. Die Details sollen möglichst bis zum Ende des Monats abgestimmt werden, so dass der neue Fördertatbestand bereits 2019 zum Einsatz kommen könne.

Damit der Fördertopf auch finanziell entsprechend ausgestattet sei, hätten die Haushaltspolitiker der großen Koalition in Berlin aktuell zusätzliche Mittel in Höhe von 25 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ zur Verfügung gestellt, macht Stübgen den Waldverantwortlichen in Hohenbucko Hoffnung, dass Hilfe naht.

(red/sk)