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Waggon vom Autozug an Weiche entgleist

An der Unglücksstelle am oberen Güterbahnhof in Falkenberg: Der entgleiste Waggon hängt mehr oder weniger in der Luft.
An der Unglücksstelle am oberen Güterbahnhof in Falkenberg: Der entgleiste Waggon hängt mehr oder weniger in der Luft. FOTO: Kunze
Falkenberg. In der Nacht zum Mittwoch ist in Falkenberg auf dem oberen Güterbahnhof ein mit Neuwagen beladener Güterzug zum Teil entgleist. Verletzt wurde dabei niemand. Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden an. Sylvia Kunze

Laut Informationen der Deutschen Bahn ist der Zug, der von Falkenberg kommend in Richtung Uebigau zum Firmenstandort des Logistikunternehmens BLG RailTec unterwegs war, an einer Weiche entgleist. Aber nicht der gesamte Zug ist davon betroffen, sondern nur ein Waggon. Es ist ganz deutlich zu sehen. Er steht mehr oder weniger neben dem Gleis. Die nachfolgenden Güterwagen sind in der Spur geblieben, nur der direkt hinter dem entgleisten ist noch beschädigt.

Mittwochvormittag dauert der Einsatz an der Unfallstelle nun schon mehrere Stunden. Gegen 4.30 Uhr ging die Meldung der Bahn bei der Leitstelle Lausitz ein: Ein Güterzug ist entgleist. Zu dieser Zeit ist bereits ein Hilfszug der Deutschen Bahn AG, den Helfer des Technischen Hilfswerks Dresden besetzen, vor Ort. Ralf Mancke, der Chef der Dresdner Truppe, berichtet, dass sich beim Entgleisen die betroffenen Waggons so ineinander verkeilt haben, dass sie nur mit Trennschneidern voneinander gelöst werden können, um sie dann zu bergen.

Doch zuvor müssen die Neuwagen, mit denen die Wagen beladen sind und die den Zwischenfall augenscheinlich unbeschadet überstanden haben, erst einmal runter. Zwei leere Waggons sind inzwischen vor den havarierten Zug geschoben worden. Die ersten Autos werden "umgeladen" und von den entgleisten Waggons auf die leeren, davorgeschobenen gefahren.

Die sechs Helfer aus Dresden und weitere sechs Helfer vom THW-Ortsverband Herzberg sowie zwölf Kameraden der Feuerwehr aus Uebigau stehen momentan nur am Rand des Geschehens. Sie kommen erst später zum Einsatz. Eine Löschstrecke ist vorsorglich aufgebaut. "Wenn wir nachher mit den Trennschleifern arbeiten, brauchen wir eine Löschbereitschaft", erklärt Mancke und verweist auf die Fahrzeuge auf dem nachfolgenden Waggon. "Da sind Betriebsstoffe drin, die sich im schlimmsten Fall entzünden könnten. Dann müsste die Feuerwehr ran", begründet er die Anwesenheit der Uebigauer Kameraden.

Auswirkungen auf den Personen-Zugverkehr hat der Unfall am oberen Bahnhof in Falkenberg laut Pressestelle der Deutschen Bahn nicht, da sich der Unfall auf einem Gleis ereignet hat, das nur für den Güterverkehr verwendet wird. Bei allem Unglück ein glücklicher Umstand, denn die Bergungsarbeiten dauern mehrere Stunden an.

Erst Nachmittag gegen 14 Uhr sei die Unfallstelle beräumt gewesen, berichtet Marie Nahrstedt, Betriebsleiterin der GmbH in Uebigau. Die Strecke bleibe aber noch gesperrt, fügt sie hinzu. Über die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nichts bekannt.